Vorlesungs­verzeichnis

Proseminar Fachdidaktik: Literarisches Lernen in/mit der Schulbibliothek

100054 PS 2025W

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Moodle

Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Schulbibliotheken haben sich in den letzten Jahren in allen Schularten als Orte der Leseförderung und -motivation, des selbstständigen Wissenserwerbs, der Recherche und als Kommunikationszentren etabliert. Damit sind sie viel mehr als nur Orte zur Aufbewahrung von Büchern. Schulbibliotheken dienen durch ihren spezifischen Bestand sowie durch ein breites Angebot an unterschiedlichen lesebezogenen Aktivitäten und Veranstaltungen (wie z.B. Autor*innenbegegnungen...) dem literarischen Lernen der Schüler*innen, indem sie das Interesse an Lesen und Literatur fördern.

Im Proseminar werden die theoretischen Hintergründe des literarischen Lernens (nach Kaspar Spinner) und der aktuelle Forschungsstand beleuchtet. Darüber hinaus werden Konzepte und Methoden präsentiert, wie Kinder- und Jugendliteratur zeitgemäß im Deutschunterricht in/mit der Schulbibliothek vermittelt werden kann (z.B. handlungs- und produktionsorientierte Zugänge, Konzepte der intermedialen Literaturdidaktik, identitätsorientierte Literaturvermittlung, Arbeit mit digitalen Unterrichtsmedien, ...).Untersucht wird auch die Eignung unterschiedlicher Texte in Hinblick auf die unterrichtliche Praxis (z.B. Lehrplan, Aktualität, thematische Aspekte, fächerübergreifende Möglichkeiten, Medienverbund, Altersadäquatheit, schulischer Kanon,....) und die persönlichen Leseinteressen der Schüler*innen. Besondere Berücksichtigung findet die Bedeutung von Lesemotivation als zentrale Triebfeder literarischer Lernprozesse ebenso wie die Rolle der Kinder- und Jugendliteratur als Medium für Lernzugänge, Identitätsbildung und Sprachentwicklung.

Diese Lehrveranstaltung soll Studierende dabei unterstützen, ihre zukünftigen Schüler*innen beim Aufbau literarischer (Rezeptions-)Kompetenz über das Lesen von KJL und der Förderung der Lesemotivation zu begleiten und zeigen, wie Literarisches Lernen im Deutschunterricht auf vielfältige Weise mit den Möglichkeiten der Didaktik von KJL in und mithilfe der Schulbibliothek initiiert werden kann.

Die Studierenden sind in der Lage, das literarische Lernen gemäß Spinner theoretisch zu verorten und in unterrichtlichen Kontexten mithilfe der Schulbibliothek weiterzuentwickeln. Sie verstehen die zentrale Rolle der Schulbibliothek als Lernort für literarische Kultur, Lesemotivation und als bedeutsame Möglichkeit des Zugangs zu Kinder- und Jugendliteratur.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Literatur

Siehe Literaturliste auf Moodle:
Spinner, Kaspar H. (2022): Literarisches Lernen. Aufsätze. Reclam
Spinner, Kaspar H. (2006): Literarisches Lernen. In: Praxis Deutsch, 33 (2006) 200, S. 6-16
Kurwinkel, Tobias / Schmerheim, Philipp (2020): Handbuch Kinder- und Jugendliteratur. Metzler
Weinkauff, Gina / Glasenapp, Gabriele von (2017): Kinder- und Jugendliteratur. 3. aktual. u. erw. Aufl. UTB (=Standard Wissen Lehramt, Bd. 1)
Gansel, Karsten u.a. (Hg.) (2022): Kinder- und Jugendliteratur heute. V&R unipress (=Deutschsprachige Gegenwartsliteratur und Medien Band 31)
Spinner, Kaspar H. / Standke, Jan (2016): Erzählende Kinder- und Jugendliteratur im Deutschunterricht. Textvorschläge - Didaktik - Methodik. UTB

 

Prüfungsstoff

- Pflichtlektüre
- Arbeitsaufträge (auf Moodle)
- Präsentation (in der LV vor Ort)
- Proseminararbeit
Während des Semesters sind kontinuierlich Arbeitsaufträge (Kommentar, Rezension, PS-Arbeitskonzept...) zu bearbeiten, d.h. schriftlich auf Moodle einzureichen und tw. in den LV-Einheiten zu präsentieren. Die Proseminararbeit ist ab Semesterende bis spätestens 25.3.2026 einzureichen. Alle Teilleistungen sind für eine positive Gesamtnote zu erbringen.

Werden technische Hilfsmittel wie KI-Chatbots für Leistungsnachweise in dieser LV verwendet, so müssen die Quellen, die Prompts, die Outputs und die Modifikationen jeweils im Anhang angeführt bzw. gekennzeichnet werden - Plagiate sind nicht erlaubt (siehe nächster Abschnitt unten). Die Verantwortung für die Qualität ihrer Leistungsnachweise haben die Studierenden selbst zu tragen.

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Umfang der Abschlussarbeiten: Proseminararbeiten 15 Seiten Haupttext

Das Hauptgewicht der Beurteilung liegt auf der schriftlichen Proseminararbeit.