Vorlesungs­verzeichnis

FD: Spielbasiertes Lernen im Deutschunterricht (Schwerpunkt Digitalisierung)

100054 PS 2024S

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Vortragende:

Nächster Termin

Freitag, 21.06.2024 09:45-11:15 Seminarraum 5 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5

 

Die Teilnahme am ersten Termin ist verpflichtend. Wer in der ersten Sitzung unentschuldigt fehlt, wird abgemeldet, damit Studierende auf der Warteliste vorrücken können.
Exkursionstermin: Montag, 27.5.2024, 14:30 Uhr bis 17:30, Veranstaltung "Spielend lernen" in der Bildungsdirektion Wien (Bildungshub) in Kooperation mit dem GameLab, Wipplingerstraße 28, 1010 Wien

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In diesem Proseminar widmen wir uns der Frage, wie Spiele im Deutschunterricht für sprachliche, literarische und mediale Bildung genützt werden können. Dem "Schwerpunkt Digitalisierung" entsprechend liegt der Fokus dabei auf digitalen Spielen, jedoch werden auch analoge Spiele bzw. hybride Formen (etwa App-gestützte Brettspiele) untersucht. Im Vordergrund stehen Spiele, für die kommunikative, erzählerische, sprachliche oder literar-ästhetische Erfahrungen und Kompetenzen entscheidend sind. Was das Lernen mit solchen Spielen ausmacht, ist nicht die bloße Reproduktion von Faktenwissen, sondern das forschend-entdeckende Lernen durch Sprache und andere Ausdrucksformen. Sowohl im Spiel selbst als auch in der Anschlusskommunikation eröffnen sich Möglichkeiten für intrinsisch motiviertes, erfahrungsbasiertes Lernen in einem handlungsorientieren Unterricht.

Basierend auf dem Konzept des Game-based Learning bietet das Proseminar den Studierenden die Gelegenheit, Wege und Mittel zu erforschen, wie Spiele je nach Schwerpunkt auf sprachlichem, literarischem oder medialem Lernen im Deutschunterricht gewinnbringend eingesetzt werden können. Dabei werden die Voraussetzungen und Bedingungen aus fachdidaktischer Perspektive eingehend beleuchtet.

Zunächst erfolgt eine Einführung in die theoretischen Grundlagen des Game-based Learning. Zentrale Begriffe wie Edutainment, E-Learning und Lernspiel werden erläutert und voneinander abgegrenzt. In einem weiteren Schritt werden spiel- sowie mediendidaktische Überlegungen auf den kompetenzorientierten Deutschunterricht übertragen. Schließlich analysieren die Studierenden ausgewählte Spiele nicht nur theoretisch, sondern setzen sie in der Lehrveranstaltung auch aktiv ein, um deren Möglichkeiten, Chancen und Grenzen im Deutschunterricht kriteriengeleitet auszuloten.
Erwartet wird, dass die Studierenden auch im Selbststudium u.a. digitale Spiele spielen und Spielberichte verfassen sowie ein Journal zu ihrer fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Lektüre führen. Hierfür werden zu Beginn der Lehrveranstaltung Listen mit geeigneten Spielen und Publikationen zur Verfügung gestellt. Außerdem steht in Kooperation mit dem GameLab eine umfangreiche Sammlung von digitalen Spielen und Spielkonsolen in Form von Steam Deck- und Nintendo Switch-Konsolen für das Proseminar zur Verfügung (siehe https://gamelab.univie.ac.at ).

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

Werden technische Hilfsmittel wie KI-Chatbots für Leistungsnachweise in dieser LV verwendet, so müssen die Quellen, die Prompts, die Outputs und die Modifikationen jeweils im Anhang angeführt bzw. gekennzeichnet werden - Plagiate sind nicht erlaubt (siehe vorheriger Absatz). Die Verantwortung für die Qualität ihrer Leistungsnachweise haben die Studierenden selbst zu tragen.

 

Literatur

(Auswahl)

Becker, Katrin (2017): Choosing and using digital games in the classroom. A practical guide. Springer.

Brand, Tilman von (Hrsg.) (2021): Spielend lernen. Praxis Deutsch. Zeitschrift für den Deutschunterricht. Nr. 289/2021. Friedrich Verlag.

Boelmann, Jan M./Seidler, Andreas (Hrsg.) (2012): Computerspiele als Gegenstand des Deutschunterrichts. Peter Lang.

Boelmann, Jan M./Pfeiffer, Joachim (Hrsg.) (2023): Computerspiele im Unterricht. Der Deutschunterricht Nr. 4/2023. Friedrich Verlag.

Kepser, Matthis (Hrsg.) (2023): Games. Praxis Deutsch. Zeitschrift für den Deutschunterricht. Nr. 298/2023. Friedrich Verlag.

Perschak, Katharina Evelin/Schniz, Felix (Hrsg.) (2020): Vidospiele. ide - informationen zur deutschdidaktik 2/2020. StudienVerlag.

Plass, Jan L./ Mayer, Richard E./ Homer, Bruche D. (2020): Handbook of game-based learning. Cambridge, Massachusetts: The MIT Press.

Schöffmann, Andreas (2021): Digitale Spiele aus deutschdidaktischer Perspektive. Herausforderungen für den Deutschunterricht. J. B. Metzler.

Schutz, Thomas/Schwarz, Daniel (2022): Digital Game-based Learning. Komplexe Problemlösungen und Kompetenzen für Bildung, Wirtschaft und Politik entwickeln. Springer.

[Eine ausführliche Bibliographie findet sich in Perschak/Schniz (2020) und wird auf Moodle zur Verfügung gestellt.]

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Umfang der Abschlussarbeiten: Proseminararbeiten 15 Seiten Haupttext

Die Proseminararbeit ist in Form einer wissenschaftlichen Spielrezension plus Unterrichtsimpuls zu einem selbst gewählten Spiel zu verfassen (die Anforderungen dieser Textsorte werden in der LV besprochen). Im Vorfeld ist ein schriftliches Arbeitskonzept hierzu auf Moodle einzureichen. Während des Semesters sind kontinuierlich Arbeitsaufträge (Journal, Spielbericht/Poster, Arbeitskonzept/Kommentierung) zu bearbeiten, d.h. schriftlich auf Moodle einzureichen und tw. in den LV-Einheiten im Rahmen von Peer-Feedback-Phasen zu präsentieren.

Die Proseminararbeit ist ab Semesterende bis spätestens 1. September einzureichen.

Alle Teilleistungen sind für eine positive Gesamtnote zu erbringen:

- Arbeitskonzept,
- Arbeitsaufträge inkl. Reflexion,
- Proseminararbeit.