Vorlesungs­verzeichnis

FD: Lese- und Rechtschreibschwächen

Wie können Herausforderungen erkannt werden und welche gezielte Förderung hilft

100051 PS 2024S

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Nächster Termin

Mittwoch, 26.06.2024 09:45-11:15 Digital

 

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Lesen nimmt einen zentralen Stellenwert im Deutschunterricht ein und ist gleichsam ein wichtiger Faktor für den Schulerfolg und für die Teilnahme am politischen und kulturellen Leben. Nationale und internationale Studien wie PISA und PIRLS zeigen, dass Lesen für eine große Anzahl an Schülerinenn und Schülern eine große Herausforderung ist. Sie führten wiederum zu einer folgenreichen „empirischen Wende“ (u.a.) in der Deutschdidaktik. Für die systematische Förderung von Lesekompetenz und anderen Kompetenzen im Deutschunterricht ist es von zentraler Bedeutung, dass Lehrer/innen die Stärken und Schwächen ihrer Schüler/innen analysieren und einordnen können und somit die Unterrichtsaktivitäten an die Kompetenzen der einzelnen Schüler/innen anpassen (Rosebrock & Nix, 2020, S. 9).

Dem Rechtschreiben kommt im Unterricht ebenfalls eine wichtige Stellung zu, obwohl dies im LSA nicht im gleichen Maße modelliert wird.
Im Proseminar werden die Herausforderungen von (Unterrichts-)Diagnostik und Förderung disktuiert. Im Fokus steht dabei insbesondere die Förderung leistungsschwacher Schüler/innen. Dabei werden LRS (Leserechtschreib-Störungen) und Legasthenie sowohl theoretisch als auch praktisch in den Blick genommen. (Klicpera, C., Schabmann, A., Gasteiger‐Klicpera, B. & Schmidt, B., 2020).

Auf Basis theoretischer Überlegungen, aktueller fachdidaktischer Forschung und unterrichtspraktischer Erwägungen sollen die Studierenden in der Lage sein, lese- und rechtschreibdiagnostische Instrumente anzuwenden, inhaltlich folgerichtige Schlüsse für ihre Unterrichtstätigkeit zu ziehen (auch in Form von Präsentationen im Rahmen der LV) und in einer aktuellen Forschungsfrage in wissenschaftlicher Form (Proseminararbeit) zu bearbeiten.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Literatur

Auswahl:
Rosebrock, C. & Nix, D. (2020). Grundlagen der Lesedidaktik und der systematischen schulischen Leseförderung (9. aktualisierte Aufl.). Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
Klicpera, C., Schabmann, A., Gasteiger‐Klicpera, B. & Schmidt, B. (2020). Legasthenie – LRS. Modelle,
Diagnose, Therapie und Förderung (6 Aufl.). München: Ernst Reinhard Verlag UTB.

 

Prüfungsstoff

• regelmäßige Anwesenheit lt. Studienordnung (maximal drei Einheiten dürfen entschuldigt versäumt werden)
• fristgerechte Lektüre der Pflichtliteratur
• Präsentation lt. Vereinbarung in der Lehrveranstaltung
• mündliche und schriftliche Teilleistungen (in Form von Mitarbeit, Kurzpräsentationen, Exposé inkl. Literaturliste etc.)
• positiv beurteilte schriftliche Proseminararbeit gemäß den Vorgaben der Lehrveranstaltungsleitung (= Schwerpunkt der Beurteilung; Richtwert Umfang 4000 Wörter Haupttext), Abgabe bis spätestens 31.07.2024

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Umfang der Abschlussarbeiten: Proseminararbeiten 15 Seiten Haupttext