Vorlesungs­verzeichnis

Neuere deutsche Literatur: Aisthesis.

Wahrnehmung und Einbildungskraft vom 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert

100050 VO 2013W

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Aus dem Kontext der Religion wie der Naturwissenschaften gelöst, wird die Sinnes-wahrnehmung mit Baumgarten zur Lehre vom Schönen und - über Kant - mit Fichte zum Medium des eigenen Bewusstseins, um schließlich mit Mach die Relativierung des Wirklichkeitsbegriffs der Moderne zu begründen. In steter Wechselwirkung mit der Instanz der Einbildungskraft entstehen so jenseits des mimesis-Anspruchs der Klassik und dann des Realismus die Auffächerungen, Brechungen und Projektionen der Welt-Erfassung und Welt-Darstellung an der Schwelle zur Moderne.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Schlussprüfung: 1. Termin = 30.01.2014; weitere folgen.

 

Literatur

Textgrundlagen (Auswahl): Brentano, Godwi; Hoffmann, Der goldene Topf; Nachtstücke; Murr-/Kreisler-Roman; Hofmannsthal, Ein Brief; Rilke, Rodin, Neue Gedichte, Malte Laurids Brigge.
Zur Einführung: Artikel: Sinne, Einbildungskraft, Erinnerung (HWPH); H. Schanze: Romantik-Handbuch, Stuttgart 2002; Theorie der Romantik (Reclam 18088); S. Vietta, Ästhetik der Moderne. Literatur und Bild, München 2001.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Nach einer kurzen Einführung in die Begriffs- und Rezeptionsgeschichte der Kategorien aisthesis, mnemosyne, phantasia sowie in die Begründung der Ästhetik und des Subjektiven Idealismus wird sodann die Umsetzung dieser Entwicklung in der Literatur von der Romantik bis ins 20. Jahrhundert in ihren Textstrategien untersucht.