Proseminar ÄdL: Bibellektüre für Germanist*innen
100049 PS 2025W
Vortragende:
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Das Proseminar beschäftigt sich nicht nur mit wichtigen Textabschnitten aus dem Alten und Neuen Testament (in der Übersetzung von Martin Luther, Ausgabe letzter Hand 1545), sondern lässt sich auch auf verschiedene volkssprachige Rezeptionen des biblischen Grundtexts im deutschsprachigen Mittelalter ein. Schwerpunkte bilden dabei einerseits die Genesis sowie das Hohelied Salomos, andererseits die Evangelien und die Apokalypse. Die frühmittelhochdeutsche "Wiener Genesis" gestaltet den sehr kurzen Schöpfungsbericht auf vielfältige Art und Weise aus; Willirams "Hoheliedparaphrase" sowie das "St. Trudperter Hohelied" liefern interpretatorisch vielschichtige Rezeptionen der alttestamentarischen Liebeslieder, und die Dichtungen von Frau Ava gestalten unter anderem mit dem Leben Jesu, dem Antichrist und dem Jüngsten Gericht.
Im Zentrum des Proseminars steht die intensive Lektüre der genannten Texte - diese sollen aus germanistisch-literaturwissenschaftlicher, aber auch aus historischer, theologischer und philosophischer Perspektive beleuchtet werden.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').
Literatur
Ein Reader mit allen Primärtexten wird rechtzeitig zum Semesterbeginn zur Verfügung gestellt!
Prüfungsstoff
Regelmäßige Lektüre der Primärtexte, aktive Teilnahme am Seminar
Vorbereitung einer Sitzung mit einem Thesenpapier
Protokollführung in einer Einheit
Proseminararbeit (15 Seiten Haupttext, Abgabetermin 31.3.26)
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.
Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung.
Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.
Abkürzungen: ÄdL: Ältere deutsche Sprache und Literatur – DaF/Z: Deutsch als Fremd- und Zweitsprache – FD: Fachdidaktik Deutsch – NdL: Neuere deutsche Literatur – SpraWi: Sprachwissenschaft
