Vorlesungs­verzeichnis

Proseminar Neuere deutsche Literatur

Herrschaftsdramen

100033 PS 2025S

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Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im Laufe des 18. Jahrhunderts wird das Theater von den Herrscher:innen Europas als Medium politischer Agitation entdeckt.
Vom Theater geht nämlich einerseits die Gefahr aus, dass sich politische Inhalte physisch unmittelbar verbreiten und es so zu kollektiven Handlungen kommen könnte, die nicht im Sinn der Herrschenden sind. Andererseits können im Theater auch bestimmte Verhaltensformen hochgehalten und Handlungsideale vermittelt werden, weshalb es als "Erziehungsanstalt" fungieren und so dem Machterhalt dienen könnte. Das Proseminar wird mehrere Dramen analysieren, die während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Wien aufgeführt wurden. Dafür werden zunächst die Rahmenbedingungen der staatlichen Zensur diskutiert und wie diese funktionierte. Anschließend werden drei Themen für das Proseminar leitend sein: Wie wird die Herrschaft eines mulitethnischen Staates auf einem deutschsprachigen Theater in Szene gesetzt? Inwiefern werden die ersten frauenpolitischen Motive von der Zensur gebilligt? Welchen Niederschlag finden internationale Themen (koloniale Handelsbeziehungen, Verfassungsreformen) im biedermeiderlichen Wien?

Eine Bilbiographie und der Semesterplan werden in der ersten Sitzung ausgeteilt.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Beiträge aller Lehrveranstaltungstypen der SPL 10 können einer automatischen Plagiatsprüfung unterzogen werden; dazu zählen insbesondere Arbeiten der Pro-, Bachelor- und Masterseminarstufe, aber auch Lehrveranstaltungsprüfungen (z.B. Vorlesungsprüfung) und Teilprüfungen (z.B. Zwischentest, 'Hausübungen').

 

Prüfungsstoff

Bibliographie wird verteilt.

Für eine Sitzung muss ein Thesenpapier erstellt werden, das die Diskussion bereichern soll. Der Schwerpunkt der Note liegt auf der PS-Arbeit.

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig. Maximal zweimaliges Fehlen ist erlaubt. Eine konsequenzlose Abmeldung ist bei wöchentlichen Lehrveranstaltungen bis vor der dritten LV-Einheit möglich, bei 14-tägigen Lehrveranstaltungen und Blöcken bis vor dem zweiten Termin.

Umfang der Abschlussarbeiten: Proseminararbeiten 15 Seiten Haupttext

Das Hauptgewicht der Beurteilung liegt auf der schriftlichen Proseminararbeit.