Institut für Germanistik - Newsletter #17 Sommer 2021

1. Juli 2021

Liebe Kolleg*innen, liebe Freund*innen des Instituts für Germanistik,

wir freuen uns, Ihnen den siebzehnten Newsletter des Instituts für Germanistik der Universität Wien übermitteln zu können.
Der Newsletter berichtet über die Aktivitäten des Instituts im Sommersemester 2021 und informiert über aktuelle Tagungen und Veranstaltungen, neue Projekte und Publikationen, gerade begonnene Dissertationen sowie über Personelles.

Inhalt:
I. Neues aus dem Institut
Wir trauern
II. Tagungen und Veranstaltungen
Vorschau
Rückschau
III. Neue Projekte am Institut
IV. Projekte der Studienrichtungsvertretung
V. Neue Publikationen
VI. Dissertationen
Begonnen (seit Dezember 2020)
Abgeschlossen

I. NEUES AUS DEM INSTITUT

Die Institutsleitung informiert:

Liebe Kolleg*innen!

Wir sind mitten in einem besonderen und besonders schwierigen Semester: die Pandemie scheint langsam ihre Bedrohlichkeit zu verlieren, es gilt den Übergang zur Arbeit vor Ort zu gestalten. Es ist ein Wechselbad der Gefühle, das wir erleben: hier und da macht sich Erschöpfung breit, hier und da keimt die Vorfreude auf die Rückkehr liebgewonnener und sinnvoller Arbeitsweisen. Trotz der Anspannung ist es uns gelungen, ‚am Ball zu bleiben‘. Davon zeugt dieser Newsletter. Einiges ist bereits geplant, Neues darf und wird dazukommen – unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben, vor allem der Hygiene- und Abstandsregeln. Ich darf Sie dazu einladen, den eingeläuteten Öffnungsprozess mitzugestalten. Es ist nicht ‚alles‘ möglich, was wir gerne hätten, aber es gibt Spielräume. Der Institutsvorstand wird sich weiterhin bemühen, Sie über den letzten Stand der Dinge zu informieren, mit Ihnen zusammen die Möglichkeiten auszuloten und den Wandel zu gestalten. Vielen Dank fürs Durchhalten, für Ihren großen Einsatz und für Ihre Zuversicht!

Es grüßt Sie herzlich
Ihre
İnci Dirim, Institutsvorständin

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Wir konnten folgende neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßen:

Gülsah Hizli, BA arbeitet seit 1.1.2021 im Forschungsprojekt von Ass.-Prof. Mag. Dr. Hannes Schweiger und Dr.sc.ed Beatrice Müller, BA MA „Modelle der Sprachförderung in der Volksschule“.

Naomi Lobnig, BEd ist seit 1.1.2021 im Forschungsprojekt von Mag. Dr. Susanne Hochreiter „Visualitäten von Geschlecht in deutschsprachigen Comics“ tätig.

Florian Ronc arbeitet seit 1.1.2021 im Forschungsprojekt „Landschaft, Leben, Form. Die Poetik des Anthropozäns“, die Projektleitung hat Univ.-Prof. Dr. habil. Eva Horn.

Seit 15.1.2021 sind Veronika Höbart, Philipp Kehrer, Susanne Schmalwieser und Vinzenz Thun-Hohenstein als Studienassistent*innen von Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz tätig.

lic. Magdalena Bak, MA. und Mag. phil. Sebastian Kugler haben seit 1.3.2021 im Arbeitsbereich von Univ.-Prof. Mag. Dr. Norbert Christian Wolf als Praedocs begonnen.

Mag. Dr. Thomas Hübel ist seit 1.3.2021 als Dokumentations- und Publikationsassistent bei Univ.-Prof. Mag. Dr. Nobert Christian Wolf tätig.

Sophia Seereiner ist seit 1.3.2021 als Studienassistentin von Ass.-Prof. Mag. Dr. Barbara Soukup, MSc. tätig.

Mag. Dr. Daniel Ehrmann ist seit 1.3.2021 im Projekt „Aggregation. Relationalität und die Konstellationen der Literatur (1650-1950) – Für ein literarhistorisches Modell mittlerer Reichweite“ tätig, finanziert durch das APART-GSK-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Julia Theresa Tabacariu ist seit 1.3.2021 als Studienassistentin von Ass.-Prof. Mag. Dr. Jutta Ransmayr beschäftigt.

Olga Smith, M. Phil. PhD ist seit 15.3.2021 im Marie Sklodowska-Curie-Fellowship Projekt „Eco Landscapes“ von Univ.-Prof. Dr. habil. Eva Horn tätig.

Seit 22.3.2021 vertritt Mag. Alexander Hödlmoser Frau Mag. Dr. Lena Zudrell während ihres Karenzurlaubs im Arbeitsbereich von Univ.-Prof. Dr. Matthias Meyer, M.A..

Markus Kunzmann, M.Ed. hat am 1.4.2021 als Postdoc bei Univ.-Prof. Mag. Dr. Lars Bülow begonnen.

Sarah Lehner, BA, folgte am 1.5.2021 Jasmin Penninger, BA MA, als wissenschaftliche Mitarbeiterin (prae doc) im Arbeitsbereich von Univ.-Prof. Dr. Matthias Meyer nach.

Mag.a phil Stefanie Schwandner und MMMag. Klaus Redl, BA MA beginnen am 1.6.2021 bzw. 1.7.2021 als Praedocs bei Univ.-Prof. Mag. Dr. Stefan Krammer.

 

 

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Wir trauern

Das Institut für Germanistik trauert um ao. Univ.-Prof. i.R. Mag. Dr. Franz Patocka, der am 21.4.21 verstorben ist.
Mit Franz Patocka haben wir nicht nur einen sehr wertgeschätzten Kollegen und unterstützenden Betreuer, sondern viele Kolleg*innen auch einen lieben Freund verloren. Nachrufe und Erinnerungen finden sich auf der Institutshomepage.

 

II. TAGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN

9.3.-22.6.2021, jeweils Dienstag 15-16.30 Uhr
Ring-Vorlesung: Text.Notation.Performance – Interdisziplinäre Perspektiven
Organisation: ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Pia Janke, Mag. Dr. Rosa Eidelpes, Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.
Ausgehend von aktuellen Forschungspositionen zur Materialität von „Text“, „Notation“ und „Werk“ widmet sich die Ringvorlesung dem Spannungsfeld von Text und Aufführung, Notation und Improvisation, Werk und Inszenierung an den Schnittstellen von Wissenschaft und Kunst. Dabei wird bewusst ein breites Spektrum interdisziplinärer, künstlerisch-wissenschaftlicher Zugänge präsentiert – die sowohl literatur-, theater-, musik- tanz- und filmwissenschaftliche sowie performancetheoretische Überlegungen und intermediale Fragestellungen als auch künstlerische Positionen umfassen. Wie lässt sich die schöpferische bzw. archivierende Funktion von Aufzeichnungspraktiken in den unterschiedlichen Künsten beschreiben? Ist ein Werk erst im Moment der Aufführung „vollständig“? Welche Transformationen erfahren Notationssysteme im medialen Wandel?
Ort: online, Stream
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VORSCHAU:

24.9.2021
Tagung: Sprachliche Kombinationsformen, Hybridisierungen und Neukreationen in der Migrationsgesellschaft
Organisation: Vorstand des Vereins Migrationspädagogische Zweitsprachdidaktik: Univ.-Prof. Dr. İnci Dirim, Prof.in Dr.in Alisha M. B. Heinemann, Mag. Natascha Khakpour, Jun.-Prof.in Dr.in Nina Simon, Mag. Maria Weichselbaum, B.A. MA.
Im Rahmen der Tagung möchten wir verschiedene Ebenen von Sprachalternation und sprachlicher Hybridisierung analysieren. Es geht dabei jedoch nicht nur um die linguistische Dimension, also darum, wie sich der komplexe Einfluss von Migrationssprachen auf das Deutsche und vom Deutschen auf die jeweiligen Migrationssprachen auf der Ebene von Wortschatz und Grammatik analysieren lässt. Vielmehr betrachten wir Sprachveränderungen und -mischungen als etwas, das die Frage von (Nicht-)Zugehörigkeit(en) innerhalb von Gesellschaften beeinflusst und mitbestimmt. Zugleich geht es uns auch um ihre Bedeutung für den Erwerb der deutschen Sprache und den Zweitsprachunterricht.
Ort: online.
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30.9.-2.10.2021
Konferenz: „[…] von der Einheit losgerissen“. Die Verlustgeschichte der Hungari
Organisation: Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Wynfrid Kriegleder.
Ort: Wien.
Die Konferenz ist als Auftakt eines multilateralen und pluridisziplinären Forschungsprojekts gedacht, das der „Verlustgeschichte“ der Hungari nachgehen und ihre Tätigkeit wieder ins Gedächtnis rufen will. Denn bis ins späte 19. Jahrhundert war die Sprache in Ungarn kein Indiz für die nationale Zugehörigkeit. Freilich gerieten die „Hungari“ im 19. Jahrhundert zunehmend unter den Druck eines Diskurses, der die nationale Identität als „magyarisch“ definierte und an der Verwendung der ungarischen Sprache festmachte.

 

RÜCKSCHAU:

10.-12.12.2020
Symposium: Gender Revisited. Verhandlungen von Geschlecht im Zeitalter des Posthumanismus
Organisation: Assoz. Prof.in Mag.a Dr.in Anna Babka, Mag.a Jasmin Doubek, Assoz. Prof.in Mag.a Dr.in Hildegard Kernmayer, Mag.a Julia Lingl, Marietta Schmutz, MA.
Veranstaltung im Rahmen des Elisabeth-List-Fellowshipprogramms „Gender revisited. Verhandlungen von Geschlecht im Zeitalter des Posthumanismus“.
Ort: online.
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Programm

26.2.2021
Workshop: Kooperations-Projekt Universität Wien u. der Universität Koblenz: „Dynamiken des Ökonomischen. Literatur- und mediendidaktische Erkundungen“
Organisation: Mag. Dr. Sabine Zelger (Wien), Prof. Dr. Uta Schaffers (Koblenz), Dr. Dieter Merlin (Wien), Nicole Mattern M.A. (Koblenz).
Gastreferent*innen: Prof. Dr. Reinhold Hedtke (Frankfurt), Dr. Amália Kerekes (Budapest), Mag. Dr. Marion Löffler (Wien), Dr. Georg Spitaler (Wien).
Mit Teilnehmer*innen aus Österreich, Deutschland und Ungarn wurden Fragen zur Relevanz ökonomischer Wissensbestände in literarischen/medialen Texten und Implikationen für didaktische Prozesse diskutiert.
Ort: online.

15.-16.4.2021
Jubiläumsworkshop: Sprachwissenschaftliche Dissertationsprojekte der Wiener Germanistik – and friends
Organisation: Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz, Anne Diehr, Jan Luttenberger, Rita Stiglbauer, Theresa Ziegler.
Das Netzwerk „Sprachwissenschaftlichen DoktorandInnen der Wiener Germanistik – and friends“ feierte mit dem diesjährigen DoktorandInnen-Workshop sein 10jähriges Jubiläum. Das breitgefächerte Programm mit Vorträgen aus allen Bereichen der Sprachwissenschaft wurde von einem Jubiläumsvortrag von Timo Ahlers sowie Grußworten aus dem Dekanat und der Doktoratsstudienprogrammleitung gerahmt.
Ort: online.
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28.4.2021
Symposium: Universitäre Redefreiheit und Wahrheitsanspruch – Ein Spannungsverhältnis und seine Gestalt in Zeiten aktueller Konjunktur des Nationalistischen
Initiator*innen: Univ.-Prof.in Dr.in Bettina Dausien (Univ. Wien, Inst. für Bildungswissenschaft), Univ.-Prof.in Dr.in İnci Dirim (Univ. Wien, Inst. für Germanistik), Univ.-Prof. Dr. Paul Mecheril (Univ. Bielefeld, Fak. für Erziehungswissenschaft).
Mitorganisierende: Dr.in Assimina Gouma, Mag.a Nicole Irmler (Univ. Wien, Inst. für Germanistik), Ass.-Prof. Dr. Hannes Schweiger (Univ. Wien, Inst. für Germanistik & ZLB)
Das Symposium aus der Veranstaltungsreihe „Verantwortung der Universität“ hat zum Ziel einen Impuls zu setzen, der zukünftige Aktivitäten zur Frage der Verantwortung der Universität, Wissenschaft und Kunst, in dieser Zeit erstarkender nationalistischen und rechtsextremen Denkens und Handelns anregt.
Ort: online.
Einladung und Programm

29.4.2020
Lesekreis mit Bernhard Frena zu Karen Barads „Nature’s Queer Performativity“
Organisation: Dr.in Marina Rauchenbacher, Assoz. Prof.in Mag.a Dr.in Anna Babka,
Eine Veranstaltung von AKA-Arbeitskreis Kulturanalyse in Verbindung mit Anna Babkas Seminar „Posthuman Theory“).
Ort: online.
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4.5.2021
Workshop: Religionskulturen III: Matriarchatsmythen, mit Dr. Martin Treml
Organisation: MMag. Kira Kaufmann, BA, Dr. Christian Zolles (Institut für Germanistik & Arbeitskreis Kulturanalyse).
Im Rahmen der Beschäftigung mit ‚Religionskulturen‘ wurde das Thema ‚Matriarchatsmythen‘ anhand von Texten von Klaus Heinrich (verst. Nov. 2020), Werner Hamacher, Bertha Eckstein-Diener und Robert Musil diskutiert.
Ort: online.

5.5.2021
aka/IFK-Lecture #3: Boris Buden: A Theorist Who Cannot Speak English Is No Theorist
Organisation: Dr.in Julia Boog, Assoz. Prof.in Mag.a Dr.in Anna Babka.
There is no equality and justice among languages. While some are ruling the world, others struggle to survive or are already extinct. Theory has always been aware of this, which is why it chooses the elite languages as its mother tongues. When it comes to the others, plebeian ones, it considers them as foreign and visits only in translation. This, however, seems to be changing today.
Boris Buden is a writer, cultural theorist and translator. He studied philosophy in Zagreb and cultural theory at Humboldt University in Berlin. Since the beginning of the 1980s Buden publishes essays and books on critical and cultural theory, psychoanalysis, politics and contemporary art in Croatian, German and English. He teaches at universities in Europe and lectures worldwide. Buden currently lives in Berlin.
In Kooperation mit dem Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften | Kunstuniversität Linz in Wien.
Ort: online.
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6.5.2021
Gedenkveranstaltung: Erich Fried Tage 2021: Aber mein Wort bleibt ohne Gewicht, wenn es nicht eifert, euch zu erreichen…
Veranstalter: Mag. Dr. Max Doppelbauer und Univ.-Prof. Mag. Dr. Stefan Krammer in Kooperation mit dem Literaturhaus Wien, Stadt Wien – Büchereien | Hauptbücherei, Internationale Erich Fried Gesellschaft.
Anlässlich des 100. Geburtstages von Erich Fried wurden wissenschaftliche, kulturelle und literarische Beiträge zur politischen Lyrik präsentiert. Ausgangspunkt dafür waren diverse Projekte, in denen sich Künstler*innen, Studierende, Schuler*innen und Wissenschafter*innen mit Leben und Werk des Autors auseinandergesetzt hatten. Impulsgebend für die Veranstaltung war eine Initiative für mehr gesellschaftliches Engagement des internationalen Anxiety Culture-Projekts mit Sitz in Kiel und New York.
Ort: online.
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19.5.2021
Lesung: Lizzy an der Uni. Lesung und Gespräch mit Holly Jane Rahlens
Organisation: Mag. Dr. Sonja Loidl.
Ort: online.

28. und 29.5.2021
Symposium: Wissenschaft.Kunst.Politik – Aktivismus & Partizipation
Organisation: ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Pia Janke, Mag. Andrea Heinz, Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.
Wie können Kunst und Wissenschaft in den politischen Diskurs und in gesellschaftliche Debatten eingreifen, wie werden sie wirksam, wann zur politischen Aktion? Welche Funktion haben dabei Kunstinstitutionen und Universitäten? Und ist das überhaupt ihre Aufgabe? Diesen Fragen widmet sich das zweitägige interdisziplinäre Symposium.

Verhandelt werden aktuelle Tendenzen aktivistischer Ästhetik und Forschung, neue Formen der Partizipation und Immersion, der Zusammenhang von Kunst/Wissenschaft und sozialer Praxis sowie zukünftige Modelle des Umgangs mit dem öffentlichen Raum in diesem Zusammenhang.
Ort: Schauspielhaus Wien (vor Ort), Central European University (online, Stream)
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3.-5. 6. 2021
Tagung: Architektur erzählen — Teilweise Musil. Kapitelkommentare zum »Mann ohne Eigenschaften« Teil 3
Organisation: Univ.-Prof. i.R. Dr. Roland Innerhofer, Univ.-Prof. Dr. Burkhardt Wolf, M.A.
Internationale literaturwissenschaftliche Tagung des Musil-Netzwerkes in Kooperation mit dem Institut für Germanistik der Universität Wien und dem Verein Neugermanistik Wien
Ort: Hörsaal 42, Hauptgebäude & Online via Zoom
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15., 17., 25.6.2021
Veranstaltungsreihe: Text.Notation.Performance – Interdisziplinäre Perspektiven
Organisation: ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Pia Janke, Mag. Dr. Rosa Eidelpes, Interuniversitärer Forschungsverbund Elfriede Jelinek der Universität Wien und der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.
Die Veranstaltungsreihe findet als Begleitprogramm zur gleichnamigen Ringvorlesung statt. Die Reihe, die aus vier Abenden besteht (der erste Abend fand am 19.5. statt), diskutiert die Fragestellungen der Ringvorlesung in Hinblick auf aktuelle Projekte und Produktionen von Wiener Kunstinstitutionen (Literaturhaus Wien, brut Wien, Wiener Staatsoper und Albertina Modern) und beleuchtet sie aus künstlerischer Perspektive.
Ort: online, Stream
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17.6.2021
Tagung: 1. Forum DaF·DaZ: Sprachvermittlung im Kontext von Bildung, Professionalisierung und Aneignung
Organisation: Mag. Dr. Verena Blaschitz, Mgr. Michal Dvorecký PhD, Dr.in sc.ed. Beatrice Müller BA MA, Mag. Dr. Matthias Prikoszovits, Dipl.-Päd. Dr. Anke Sennema MA, Ass.-Prof. Dr. Hannes Schweiger, Mag. Maria Weichselbaum, B.A. MA.
Die Veranstaltungsreihe „Forum DaF·DaZ“ widmet sich dem Austausch zwischen Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis, Studierenden und Interessierten. Die Auftaktveranstaltung thematisiert Sprachvermittlung im Bildungsverlauf bzw. im Bildungssystem sowie die Professionalisierung von Lehr- bzw. (pädagogischen) Fachkräften. Zentral steht dabei die Frage nach notwendigen Impulsen, um die Weiterentwicklung der Professionalisierung vorantreiben zu können.
Ort: online.
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III. NEUE PROJEKTE AM INSTITUT

Digitalisierung von: Moosmüller, Sylvia (1991): Hochsprache und Dialekt in Österreich – Soziophonologische Untersuchungen zu ihrer Abgrenzung in Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck
Projektleitung: Ass.-Prof. Mag. Dr. Barbara Soukup, MSc.
Mitarbeit: Sophia Seereiner.
Laufzeit: März-Juni 2020, März-Juni 2021.
Förderung: durch Studienassistenz über die Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät.
Ziel des Projekts ist die Erstellung eines vollständig OCR-erschlossenen Digitalisats von Sylvia Moosmüllers „Hochsprache und Dialekt in Österreich“, einem vielzitierten Standardwerk zum Deutschen in Österreich. In Zusammenarbeit mit dem ACDH-CH der ÖAW 2020 begonnen, liegt der derzeitige Fokus auf der Bearbeitung der Passagen mit phonetischer Transkription. Das Endergebnis soll eine originalgetreue, online zugängliche und textuell durchsuchbare Digitalversion des mittlerweile vergriffenen Werkes sein, um seine Lesbarkeit zu erhöhen (neue Font) und es für die kommenden Generationen zugänglich zu halten. Das Projekt wird mit Erlaubnis der Rechteinhabenden, Sylvia Moosmüllers Erb*innen, und in ihrem Andenken durchgeführt.

Das Verschwinden des Archivs
Projektleitung: Univ.-Prof. i.R. Dr. Roland Innerhofer.
Mitarbeiter: Fred Büchel, Alexander Mairhofer, Dr. Lukas Schmutzer.
Laufzeit: 1.8.2021-30.4.2024.
Förderstelle: FWF.
Archive spuken durch unsere Einbildungskraft. Sie migrieren von alten Lagerräumen in neue Speichertechniken. Sie legitimieren Individuen am Kreuzungspunkt von Institutionen, social media und persönlichen Sammlungen. Sie schweben zwischen eigenen Festplatten und anonymen Webservern. Sie schreiben die Gesetze dessen, was gesagt werden kann. Das Projekt „Dismantling the Archive – The Art of Disappearance“ bringt Archive zum Verschwinden, um die Paradoxie archivarischer Praktiken sichtbar zu machen und sich so an der Entwicklung einer zeitgenössischen Form von Archiv zu beteiligen.
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IV. PROJEKTE DER STUDIENRICHTUNGSVERTRETUNG

Mitschriftenbörse
Projektleitung: StV-Germanistik.
Laufzeit: seit Wintersemester 2020/21.
Die StV-Germanistik bietet seit letztem Semester wieder eine Mitschriftenbörse an. Diese ist ausschließlich für Germanistik-Studierende über einen Google-Link verfügbar. Auf der Seite wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nur eigene Mitschriften hochgeladen werden dürfen und die angebotenen Notizen nicht den Besuch der Vorlesung ersetzen, sondern vielmehr fehlerhaft sein können.
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Korrekturenbörse
Projektleitung: StV-Germanistik.
Laufzeit: seit März 2021.
Seit ein paar Monaten bietet die Studienrichtungsvertretung eine Korrekturenbörse an. Diese Plattform soll es Studierenden ermöglichen, eine*n Lektor*in für ihre verfasste Arbeit zu finden. Auf der Seite werden Gesuche und Angebote für eine Korrektur geschalten, bei der eine individuelle Aufwandsentschädigung angegeben werden kann. Die Plattform richtet sich explizit an alle Studierenden unabhängig von ihrem Studienfortschritt, da auch die Lektor*innen unterschiedliche Erfahrungen mit der Verbesserung von Arbeiten haben.
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V. NEUE PUBLIKATIONEN

Anna Babka, Rosemarie Brucher.: Jack Halberstam: Trans*Positionen zu Geschlecht und Architektur. Aus dem amerikanischen Englisch von Sergej Seitz und Anna Wieder. Wien: Turia+Kant 2021 (= aka-texte #9).
Erstmals in deutscher Übersetzung versammelt der Band zwei Grundlagentexte der Trans Studies des* international rezipierten Theoretikers* Jack Halberstam: ein Kapitel seiner* 2018 erschienenen Monografie Trans*: „A Quick and Quirky Account of Gender Variability“, in dem sich Halberstam mit jüngsten Veränderungen in der Bedeutung des geschlechtsspezifischen Körpers und dessen Repräsentation auseinandersetzt und die Möglichkeiten einer nicht gegenderten Zukunft auslotet, sowie den Artikel „Unbuilding Gender. Trans* Anarchitectures In and Beyond the Work of Gordon Matta-Clark“, in dem Halberstam das Architektonische für die Frage der Transgender-(De)Konstruktion in den Blick nimmt.
Weitere Informationen

İnci Dirim (Hg.), Anke Wegner (Hg.), Johanna Bleiker, Klaus-Börge Boeckmann, Kristin Bührig, Melanie David-Erb, Stephanie Falkenstern, Patrick Grommes, Erol Hacisalihoglu, Wolfgang Hallet, Sarah-Larissa Hecker, Christine Heimerer, Ina-Maria Maahs, Waltraud Steinborn, Sandra Steinmetz, Elena Stadnik, Rode Veiga-Pfeifer, Marie-Eve Sarais, Marco Triulzi, Franziska Wallner: Deutsch als Zweitsprache: Inter- und transdisziplinäre Zugänge, Leverkusen: Barbara Budrich 2021 (= Mehrsprachigkeit und Bildung, Band 3).
Der Sammelband nimmt das Fach Deutsch als Zweitsprache als interdisziplinäres Arbeits- und Forschungsgebiet in den Blick und arbeitet das Potenzial der interdisziplinären Ausrichtung in Bezug auf die theoretische und empirische Fundierung und Ausdifferenzierung heraus.
Weitere Informationen

Peter Ernst: Deutsche Sprachgeschichte. 3. Aufl. Wien: Facultas 2021 (= utb 2583).
Weitere Informationen

Patrick Greaney, Sabine Zelger (Hg.): An Austrian Avant-Garde. Übersetzt von Patrick Greaney. Mit weiteren Übersetzungen von Ana Jelnikar und Stephen Watts. Los Angeles: Les Figues Press 2020.
An Austrian Avant-garde offers a critical survey of experimental writing from Austria that captures the tensions inherent in the history of the avant-garde. Starting with texts from the 1950s by the Vienna Group, the anthology offers a survey of the complex, contested landscape of post-1945 Austrian literature, with an emphasis on the work of women writers. The editors’ preface and their introductions to individual texts offer contextualization and commentary that make the anthology accessible to a wide readership.
Weitere Informationen

Murray G. Hall: Der Volk und Reich Verlag, Prag. Zur Geschichte des Buchhandels und Verlagswesens im Protektorat Böhmen und Mähren 1939-1945. Wien: Praesens Verlag 2021. Die im Frühjahr 1940 in Prag gegründete Niederlassung des Berliner Volk und Reich Verlags strebte dank der Hilfe der politischen Elite eine dominierende Rolle im Buchhandel im Protektorat Böhmen und Mähren an und prägte dort die Produktion von NS-Propaganda.
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Roland Innerhofer, Szilvia Ritz (Hg.): Sehnsucht nach dem Leben. Tradition und Innovation im Werk Hugo von Hofmannsthals. Wien: Praesens Verlag 2021 (= Österreich-Studien Szeged, Bd. 19).
Hofmannsthals Texte changieren zwischen Lebensbejahung und Todesnähe, ästhetizistischem Rückzug in die Sphäre einer elitären Kunst und dem Zugehen auf ein breiteres Publikum durch das Medium des Theaters, der Faszination für Mythen und ihrer modernen Umdeutung. Hofmannsthal knüpfte in seinen Werken ein intertextuelles Netz von Bezügen zu verschiedenen Bereichen der Kultur und Wissenschaft.
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Wynfrid Kriegleder, Alexander Ritter (Hg.): Charles Sealsfield in Europa und den USA Wien: Praesens Verlag 2020 (= SealsfieldBibliothek. Wiener Studien und Texte, Bd. 13).
Weitere Informationen

Christina Misar-Dietz, Sabine Zelger (Hg.): Interpretieren. ide – Informationen zur Deutschdidaktik 1/2021.
Interpretieren gehört zu Recht zu den unhinterfragten Lehr- und Lernbereichen des Deutschunterrichts. Vermittlungswege, Gegenstände und Ziele dieser kulturellen Praxis schließen an alltägliche Deutungspraktiken an, in der Schule ist sie auch von didaktischen Routinen und Kompetenzerwartungen bestimmt. Werden dabei rezeptiv-analytische oder aber handlungs- und performanzorientierte Lektüren favorisiert – und welches Wissen ist dafür notwendig?
Dieser Band gibt Einblick in die spannende fachdidaktische Diskussion, stellt neue Forschungsergebnisse zu Einstellungen und zur Modellierung von Interpretationsaufgaben vor und diskutiert Ansätze anhand zahlreicher Praxisbeispiele.
Weitere Informationen

Alexandra N. Lenz, Philipp Stöckle (Hg.): Germanistische Dialektlexikographie zu Beginn des 21. Jahrhunderts (Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, Beiheft 181). Stuttgart: Steiner 2021.
Weitere Informationen

Wolfgang Haubrichs und Stephan Müller: Der Admonter Abrogans. Edition und Untersuchung des Glossarfragments der Stiftsbibliothek Admont (Fragm. D1). Berlin, Boston: De Gruyter 2021 (= Lingua Historica Gemanica 24).
Weitere Informationen

Isabella Schwentner, Konstanze Fliedl: Paracelsus. Historisch-kritische Ausgabe. Berlin, Boston: De Gruyter 2021 (= Werke in historisch-kritischen Ausgaben. Hg. v. Konstanze Fliedl).
Das einaktige Versdrama „Paracelsus“ spiegelt die für Schnitzler aktuelle Divergenz zwischen den Entdeckungen von Sigmund Freud und der konventionellen Wiener Schulmedizin. Der dreizehnte Band der historisch-kritischen Ausgabe rekonstruiert die Entstehungs- und Druckgeschichte, bietet faksimilierte Handschriften samt Transkription, einen Drucktext mit Variantenapparat sowie einen Kommentar und ist open access einsehbar.
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VI. DISSERTATIONEN

Begonnen (seit Dezember 2020):

  • Martin Andersson: Sein und Seinshieroglyphen im Werk Robert Musils. Betreuer: Univ.-Prof. i.R. Dr. Roland Innerhofer.
  • Agneta Hauber: Melitta Urbancic. Lyrik am Rand der Welt. Exil und Integration in Island. Eine Analyse. Betreuer: Prof. Frank Thomas Grub (Uppsala). Betreuer: Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Wynfrid Kriegleder.
  • Helga Haunschmied-Donhauser: Manès Sperber als Individualpsychologe. Der Einfluss der Individualpsychologie auf Manès Sperbers autobiografisches und literarisches Schreiben. Betreuer: Ao. Univ.-Mag. Prof. Dr. Wynfrid Kriegleder.
  • Nicola Kopf: Gehen, aussteigen, innehalten: Momente und Gegenmomente von Beschleunigung in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Betreuerin: Univ.-Prof. i. R. Dr. Annegret Pelz.
  • Katharina Kranawetter: Measuring Variation And Change Of Monophthongs. Acoustic-Phonetic Analyses For The Austrian-Bavarian Dialect Area. Betreuerin: Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz.
  • Bettina Nimmervoll: Gedankenexperiment: künstliche Superintelligenz – Eine kognitionsästhetische Untersuchung im Genre der deutschsprachigen Science-Fiction-Literatur. Betreuer: Univ.-Prof. i.R. Dr. Roland Innerhofer.
  • Franziska Przechatzky: Coming-out. Konfigurationen weiblicher Homosexualität in der Literatur der 1950er und 60er Jahre. Eine queer-narratologische Untersuchung. Betreuer: Univ.-Prof. Mag. Dr. Stefan Krammer.
  • Katharina Schätz: Österreichische Literatur auf dem Präsentierteller. Eine empirisch-historische Untersuchung des Literaturprogramms der österreichischen Kulturforen im Ausland. Betreuer: Ao. Univ.- Prof. Mag. Dr. Wynfrid Kriegleder.
  • Daniel Wiesner: Frames und deren Wirkung: Zum Einfluss politischer Reden auf die Einstellung der Rezipient*innen. Betreuer: Univ.-Prof. Mag. Dr. Peter Ernst.

Abgeschlossen:

  • Johannes Deibl: H. W. Kirchhofs „Wendunmuth“ als frühneuzeitliche Kleinprosasammlung zwischen Pluralisierung und Autorität. Betreuer: Univ.-Prof. Dr. Stephan Müller.
  • Fabian Fleißner: Keine Frage des Aspekts. Das Präfix gi- und die temporalen Diskursmuster des Althochdeutschen und Altsächsischen. Betreuerin: Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz.
  • Alfred Michael Gelbmann: Stimmung als Latenzfigur in Thomas Bernhards Roman „Frost“. Betreuer: Univ.-Prof. i.R. Dr. Roland Innerhofer.
  • Vanessa Hannesschläger: Dramatische Sprachen: Fremdsprachen in den Bühnentexten von Peter Handke. Betreuer: Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Arno Dusini.
  • Thomas Jaretz: Die Brünner Autorin Greta Bauer-Schwind. Untersuchungen zum regionalen Literaturbetrieb und zur Rezeption nach 1945 am Beispiel der Brünner Autorin Greta Bauer-Schwind. Betreuer: Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Wynfrid Kriegleder.
  • Barbara Ladurner: Zur Perzeption emotionaler Sprechweisen durch prosodische Merkmale im Deutschen und Italienischen. Betreuer: Univ.-Prof. Mag. Dr. Peter Ernst.
  • Lukas Schmutzer: Zwischen Wort und Werk: Zur Logizität der Sprechakte in Marianne Fritzʼ Roman „Dessen Sprache du nicht verstehst“. Betreuer: Ao. Univ.-Prof. i.R. Mag. Dr. Konrad Liessmann, Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Arno Dusini.
  • Caroline Scholzen: Niemand zu Gast? Hospitalität im Werk Franz Kafkas. Betreuer: Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Arno Dusini.

 

Redaktion:
Pia Janke, Andrea Haika, Christina Misar-Dietz, Elke Krotz,
Yasmine Schiller, Anke Sennema, Rita Stiglbauer

Herausgegeben vom Institut für Germanistik an der Universität Wien, Universitätsring 1
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