29. Juni 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns, Ihnen den elften Newsletter des Instituts für Germanistik der Universität Wien übermitteln zu können.
Der Newsletter berichtet über die Aktivitäten des Instituts im Sommersemester 2018 und informiert über aktuelle Tagungen und Veranstaltungen, neue Projekte und Publikationen, gerade begonnene und im Jahr 2018 abgeschlossene Dissertationen sowie über Personelles.

Inhalt:
I. Neues aus dem Institut
Wir gratulieren!
II. Tagungen und Veranstaltungen
Vorschau
Rückschau
III. Neue Projekte am Institut
IV. Neue Publikationen
V. Dissertationen
Begonnen (seit Dezember 2017)
Abgeschlossen

I. NEUES AUS DEM INSTITUT

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns, Ihnen den 11. Newsletter des Instituts für Germanistik präsentieren zu dürfen. Wir danken Pia Janke und ihrem Redaktionsteam sehr herzlich für ihre abermalige hervorragende Arbeit.

Roland Innerhofer, Institutsvorstand

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Wir konnten folgende neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßen:

Jasmin Penninger BA MA ist seit 1.8.2017 im Arbeitsbereich von Univ.-Prof. Dr. Matthias Meyer M.A. tätig.Laura Tezarek BA MA ist seit 1.1.2018 im Arbeitsbereich von Univ.-Prof. Dr. Roland Innerhofer tätig.

Mag. Kira Kaufmann ist ebenfalls seit 1.1.2018 im Arbeitsbereich von Univ.-Prof. Dr. Roland Innerhofer tätig.

Sabine Menges BA von der Forschungsplattform Mobile Kulturen und Gesellschaften ist seit 22.1.2018 tätig.

Dr. Sonja Loidl vertritt seit 1.2.2018 Ass.-Prof. Mag. Dr. Werner Michler.

Univ.-Prof. Mag. Dr. Michael Auer hat am 1.3.2018 die Gastprofessur NdL erhalten.

Burkhard Bärner BA hat mit 1.3.2018 die Studienassistenz bei Assoz. Prof. Dr. Johannes Keller übernommen.

Univ.-Prof. Mag. Dr. Manfred Glauninger hat seit 1.3.2018 die Gastprofessur Sprachwissenschaft übernommen.

Kevin Rudolf Perner MA BA ist seit 1.3.2018 im Arbeitsbereich von Univ.-Prof. Dr. İnci Dirim M.A. beschäftigt.

Univ.-Prof. Dr. Michael Rohrwasser hat mit 1.3.2018 die Brückenprofessur NdL übernommen.

Sarah Hutterer BA MA hat am 1.4.2018 bei Univ.-Prof. Dr. Stephan Müller begonnen.

Dr. Lena Zudrell ist seit 1.6.2018 im Arbeitsbereich von Univ.-Prof. Dr. Matthias Meyer M.A. tätig.

Dr. Johannes Kaminski ist seit 6.8.2018 als Marie Skłodowska-Curie Fellow am Institut für Germanistik tätig.

Univ.-Prof. Dr. Juliane Schröter wird ab 1.9.2018 im Arbeitsbereich Sprachwissenschaft tätig sein.

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Wir gratulieren!

Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz ist im April 2018 zur Stellvertretenden Direktorin des Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ernannt worden.

Em. o. Univ.-Prof. Dr. Peter Wiesinger feierte am 15.5.2018 seinen 80. Geburtstag.

Fabian Fleißner BA MA wurde der mit 250 CHF dotierte BestPosterAward der Tagung „Variationist Linguistics meets ContactLinguistics“ in Ascona verliehen. Postertitel: Von der Rekonstruktionsphilologie zur historischen Variationslinguistik: Tempus- und Aspektwandel altgermanischer Dialekte. Weitere Informationen

Mag. Johanna Fanta wurde der mit 250 CHF dotierte BestPresentationAward der Tagung „Variationist Linguistics meets ContactLinguistics“ in Ascona verliehen. Titel der Präsentation: Social-vertical and areal-horizontal dimensions of ‚inner multilingualism‘ in Austria. Weitere Informationen

Pamela Goryczka BA MA erhielt auf der Tagung „Variationist Linguistics meets ContactLinguistics“ in Ascona einen Special Recognition Price für ihr Poster mit dem Titel: Roboterbein oder dem Roboter sein Bein? – Adnominale Possessivität auf der Dialekt-Standard-Achse in ruralen Gebieten Österreichs. Weitere Informationen

 

II. TAGUNGEN UND VERANSTALTUNGEN

VORSCHAU:

9.-11.7.2018
Tagung: A Meeting of Medievalists
Ort: Universität Wien, Hauptgebäude, Seminarraum 6, TP.

28. und 30.9.2018
Panel-Gestaltung: New Perspectives on Post-War Radio and German Culture im Rahmen der Forty-Second Annual GSA-Conference in Pittsburgh, Pennsylvania (27.-30.9. 2018).
(1) Programming and Networks (28.9.) und (2) Aesthetics of Listening (30.9.).
Organisation: Luisa Drews BA MA, Ass.-Prof. Caroline Kita PhD.
“New Perspectives on Post-War Radio and German Culture” is a two-part panel series that addresses the radio both as an institution and medium of politics, culture and entertainment in German-speaking Europe in the aftermath of the Second World War.
Participants: Erik Born, Michael Pulido, Emily Oliver, Rob Ryder, Daniel Gilfillan, Kurt Beals, Caroline Kita, Luisa Drews.
Ort: Pittsburgh, USA.
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23. und 24.11.2018
Tagung: Heimat in der Kinder- und Jugendliteratur. Vom Alpl ins WWW. Herbsttagung der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung
Veranstaltet in Kooperation mit: Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Institut für Jugendbuchforschung, KiJuLit Zentrum für Forschung und Didaktik der Kinder- und Jugendliteratur an der PH Steiermark, Österreichisches Forum Deutschdidaktik.
Ort: PH Steiermark, Hasnerplatz 12, Graz
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RÜCKSCHAU:

24.1.2018
Lesung: IFK/aka_lecture 2018 – Bettine Menke: SPRACHKONFUSIONEN: ÜBERSETZEN
Organisation: IFK in Kooperation mit aka/ Assoz.-Prof. Dr. Anna Babka.
Von Babel her schreibt sich eine Geschichte, der zufolge Einheit und Transparenz der Sprache durch den schuldigen und verschuldenden Fall in die Vielheit der Sprachen als einer Sprachen-Verwirrung durch göttlich auferlegte Zerstreuung verloren seien und Übersetzen aufgegeben sei. Von daher wird das Übersetzen aber an den (vermeintlichen) Verlust des „einen“ Signifikats gebunden und mit diesem Gesetz dem Scheitern unterstellt. Prof. Dr. Bettine Menke ist Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt.
Moderation: Prof. Dr. Bettine Menke.
Ort: Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften | Kunstuniversität Linz in Wien, 1010, Reichsratsstraße 17.
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24.1.2018
Workshop: Workshop im Rahmen der LV Masterseminar Neuere Deutsche Literatur „Un-Übersetzbar: Theorien der Übersetzung“
Leitung und Organisation: Assoz.-Prof. Dr. Anna Babka.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Bettine Menke und den Studierenden der Lehrveranstaltung Masterseminar Neuere Deutsche Literatur:„Un-Übersetzbar: Theorien der Übersetzung“ Diskussion über Texte von Walter Benjamin, Jacques Derrida, Friedrich Schleiermacher und anderen.
Ort: Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften | Kunstuniversität Linz in Wien, 1010, Reichsratsstraße 17.

1.-2.3.2018
Tagung zur Ausstellung: Unter Wölfen. Käthe Recheis – Literatur und Politik
Mitwirkende: Dr. Sonja Loidl, Priv.-Doz. Dr. Ernst Seibert, Dr. Heidi Lexe u. a.
Organisation und Ort: Adalbert-Stifter-Institut/ StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, Linz.
Tagungsbericht

13.3.2018
Buchpräsentation anlässlich des Erscheinens von Juliane Vogel: Aus dem Grund. Auftrittsprotokolle zwischen Racine und Nietzsche
Organisation: Univ.-Prof. Dr. Eva Horn, Christina Lengauer BA MA.
Veranstaltet in Kooperation mit der VDA „Theory and Methods in the Humanities“.
Ort: Institut für Germanistik, Seminarraum 1.

22.-23.3.2018
Workshop: Sprachwissenschaftliche Dissertationsprojekte der Wiener Germanistik – and friends
Organisation: Jan David Braun MBA, Kristin Dill MA, Mag. Johanna Fanta, Anja Wittibschlager BA MA, Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz.
Bereits zum achten Male ereignete sich heuer der vom Institut für Germanistik ausgerichtete DoktorandInnen-Workshop, bei welchem NachwuchswissenschaftlerInnen der germanistischen Sprachwissenschaft und angrenzender Disziplinen das eigene Dissertationsprojekt unter FachkollegInnen präsentieren konnten. Ziel des Workshops ist und war, den JungwissenschaftlerInnen einen fruchtbaren und wohlwollenden Rahmen zu geben, das eigene Thema vorzustellen, zu diskutieren, konstruktives Feedback zu erhalten und wertvolle Erfahrungen für spätere Konferenztätigkeiten zu sammeln. Darüber hinaus lud der Workshop ein, sich sowohl als DoktorandIn über die Institutsgrenzen hinaus zu vernetzen als auch zwischen erfahreneren ForscherInnen und dem Nachwuchs Kontaktmöglichkeiten herzustellen.
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12.-14.4.2018
Internationaler Workshop: Queer Theory in Literary Studies
Organisation: Mag. Dr. Susanne Hochreiter, Dr. Tamara Radak.
In Kooperation mit WissenschaftlerInnen der HU Berlin sowie der Universität Warschau wurden aktuelle Positionen queertheoretischer Zugänge in den Literaturwissenschaften diskutiert.
Ort: Universität Wien.

13.-14.4.2018
Tagung: Tagung der Absolventinnen und Absolventen des Franz Werfel-Stipendienprogramms: Grenze – Flucht und Widerstand
Organisation: Univ.-Prof. Mag. Dr. Konstanze Fliedl.
Ort: Literaturhaus Wien, 1070, Seidengasse 13.

13.4.2018
Lesung: Zehnte Wendelin Schmidt-Dengler-Lesung: Maja Haderlap liest aus „langer transit“ und „Engel des Vergessens“
Organisation: Univ.-Prof. Mag. Dr. Konstanze Fliedl.
Ort: Literaturhaus Wien, 1070, Seidengasse 13.

13.4.2018
Veranstaltung: Wie sprichst du? Wie spricht Österreich? DiÖ bei der Langen Nacht der Forschung
Organisation: Barbara Heinisch MA, Melanie Seltmann, B.Ed. M.A., Mag. Esther Topitz BA (DiÖ in Zusammenarbeit mit Universität Wien; ScienceCenter Netzwerk, Wissenstransfer Ost).
Mit Fokus auf Citizen Science wurden Besuchende der DiÖ-Station selbst zu Forschenden und durch verschiedene Aktivitäten – wie Frage des Monats, slawische Lehnwörter in einem deutschen Text identifizieren oder Comics mit Sprache zum Leben erwecken – zur Reflexion des eigenen Sprachgebrauchs angeregt. Sie lieferten dadurch neue und wichtige Beiträge für das Citizen Science-Projekt IamDiÖ sowie Daten für die aktuelle Forschung.
Ort: Universität Wien, Campus und Heldenplatz (Lange Nacht der Forschung).
Informationen: Blogbeitrag zur LNF und Website

17.-18.4.2018
Workshop: Statistik-Workshop für SFB-Mitarbeiter/innen (Dr. Astrid Adler, Institut für deutsche Sprache, Mannheim)
Organisation: Mag. Ludwig Maximilian Breuer.
Bei diesem zweitägigen Workshop hat Dr. Astrid Adler vom Institut für deutsche Sprache (Mannheim) den Team-Mitgliedern des SFB „Deutsch in Österreich. Variation – Kontakt – Perzeption) statistische Grundkompetenzen mithilfe von SPSS vermittelt. Dabei standen die im SFB erhobenen Daten und andere soziolinguistische Daten als Beispiele zur Verfügung.

17.-25.4.2018
Veranstaltungsreihe: „Was zu fürchten vorgegeben wird“. Alterität und Xenophobie
Organisation: ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Pia Janke, Mag. Susanne Teutsch, Forschungsplattform Elfriede Jelinek: Texte – Kontexte – Rezeption und Elfriede Jelinek-Forschungszentrum.
In Kooperation mit der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, dem Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, dem Leopold Museum, den Wiener Festwochen und dem WERK X.
Ausgehend von Elfriede Jelineks Werken, die sich von Beginn an kritisch mit der Konstruktion, Ausgrenzung und Vernichtung von Anderem und Fremden auseinandersetzen, widmete sich die vier Abende umfassende Veranstaltungsreihe einer grundlegenden Befragung der Begriffe und Themenfelder Alterität und Xenophobie und untersuchte, wie diese in aktuellen künstlerischen Arbeiten gestaltet werden.
Orte: Schreyvogelsaal der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, Leopold Museum.
Weitere Informationen

25.4.2018
Vortrag und Podiumsdiskussion: „Deutschförderklasse“ und „ausreichende Deutschkenntnisse“ – Was bedeutet das für die Integration in Österreich?
Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem aktuellen Regierungsprogramm im Rahmen der Integrationswoche.
Organisation: Dr.sc.ed. Beatrice Müller BA MA und Ass.-Prof. Mag. Dr. Hannes Schweiger.
Gefördert von: Arbeiterkammer Wien, Institut für Germanistik, Univ.-Prof. Dr. Stefan Krammer.
Rund 120 Interessierte folgten der Einladung zu dieser Veranstaltung, die sich aus der Perspektive der Spracherwerbs- und Sprachlehrforschung sowie der Fachdidaktik und der allgemeinen Erziehungswissenschaft kritisch mit den aktuellen bildungspolitischen Maßnahmen und insbesondere mit der Einführung von Deutschförderklassen auseinandersetzte.
Hingewiesen sei auf zwei Stellungnahmen zur aktuellen Bildungspolitik: Jänner 2018 und April 2018.
Ort: Universität Wien, 1090, Campus, Alte Kapelle.
Weitere Informationen
Medienberichte im Online-Standard und Online-Kurier sowie auf Science APA

3.-5.5.2018
Tagung: „Wie (nicht) lesen?“ Leseszenen von der Moderne bis in die Gegenwart
Organisation: Dr. Irina Horn, Ass.-Prof. Dr. Jadwiga Kita-Huber, Dr. Sanna Schulte.
Ort: Literaturhaus Wien, 1070, Seidengasse 13.

7.5.2018
Round Table: Semantic Web in den Geisteswissenschaften
Organisation: Mag. Bernhard Oberreither, Mag. Ingo Börner.
Der Round Table bot im Format eines kurzen, einführenden Vortragspanels eine Einführung in das Thema für Interessierte sowie bereits im Bereich der DH tätige ForscherInnen. Vortragsthemen waren Grundlagen und Anwendungsbereiche von Linked Data (Dr. Matteo Lorenzini, ACDH), Ontologien für den literaturwissenschaftlichen Gebrauch (Mag. Bernhard Oberreither), technische Grundlagen zur Datenabfrage im Semantic Web (Mag. Ingo Börner) und die Vorstellung der Vernetzungsplattform „code4research“ (Dipl.-Ing. Raman Ganguly, ZID); die anschließende Diskussion behandelte unter anderem die Implementierung der Technologie in laufende Projekte und vorliegende Forschungsergebnisse (Datenbanken etc.) sowie die Notwendigkeit zentral bereitgestellter Forschungsinfrastruktur.
Ort: Institut für Germanistik.
Weitere Informationen
Ressourcen zur Veranstaltung

12.5.2018
Workshop: Eine neue Spur des Abrogans im Kloster Admont. Fragmente des ersten alphabetischen Wörterbuchs in deutscher Sprache
Organisation: Univ.-Prof. Dr. Stephan Müller, Prof. Dr. Wolfgang Haubrichs.
Ort: Admont, Stiftsbibliothek.
Weitere Informationen

20.-23.5.2018
Conference: Variationist Linguistics meets Contact Linguistics
Organisation: Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz, Mateusz Maselko BA MA MA (Genf).
Die Konferenz hat sich der Heterogenität und Dynamik von Sprachen aus der Perspektive zweier linguistischer Subdisziplinen genähert, die in der Forschungspraxis häufig nur wenig Berührungspunkte haben: Variationslinguistik und Sprachkontaktforschung. Das Ziel der internationalen Konferenz war eine Annäherung der beiden Disziplinen, die durch den intensiven wissenschaftlichen Austausch renommierter ExpertInnen und Nachwuchsforschender auf dem Monte Verità in Ascona erreicht wurde.
Weitere Informationen

4.6.2018
Vortrag und Podiumsdiskussion: Barrieren reduzieren und Ressourcen nutzen. Perspektiven für Bildung im Kontext von Flucht und Migration
Organisation: Prof. Dr. İnci Dirim, Prof. i. R. Mag. Dr. Renate Faistauer, Mag. Dr. Gertraud Kremsner, Camilla Pellech BA, Mag. Dr. Michelle Proyer, Ass.-Prof. Mag. Dr. Hannes Schweiger, MMag. Claudia Trupp.
Die Veranstaltung nahm Bezug auf den aktuellen Diskurs zu den Auswirkungen von Flucht und Migration auf das Bildungssystem in Österreich. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie unsere Bildungseinrichtungen gestaltet werden müssen, um die Barrieren für Menschen mit Fluchterfahrung zu reduzieren und zu mehr Bildungsgerechtigkeit beizutragen. Erwerb und Vermittlung der Bildungssprache Deutsch in Schule und Erwachsenenbildung wurden dabei ebenso diskutiert wie Fragen der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften.
Ort: Universität Wien, Campus Pavillon, 1090, Spitalgasse 2, Hof 1.
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7.-9.6.2018
Tagung: SFB-Days 2018
Organisation: Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz, Kathrin Linke MA.
Zur jährlich stattfindenden Tagung des SFB „Deutsch in Österreich. Variation – Kontakt – Perzeption“ versammelten sich alle im Projekt beschäftigten und assoziierten Personen sowie das internationale Advisory Board zur Evaluation des SFB, worunter beispielsweise Ergebnis-Präsentationen und Diskussionen thematisch-inhaltlicher Art fallen. In diesem Jahr standen die Forschungsprojekte der einzelnen Young Researchers im Rahmen einer Nachwuchskonferenz schwerpunktmäßig im Fokus.
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8.-9.6.2018
Workshop: Natur/Kultur. Neue Theorien zu einer alten Dichotomie mit Univ.-Prof. Dr. Eva Horn und Prof. Bernhard Malkmus, PhD.
Organisation: Univ.-Prof. Dr. Eva Horn, Christina Lengauer BA MA.
Veranstaltet in Kooperation mit der VDA „Theory and Methods in the Humanities“.
Der Workshop beschäftigt sich mit dem klassischen Begriffspaar Natur und Kultur. Ihre Trennung und Gegenüberstellung ist konstitutiv für das Naturverständnis der Moderne, das Natur (als Forschungsgegenstand oder ästhetischen Gegenstand) dem betrachtenden oder untersuchenden Subjekt gegenüberstellt. Die Debatte um den Begriff des Anthropozäns stellt die Frage, ob die Natur nicht eigentlich post-natural ist, d.h. dass eine unangetastete Natur nicht mehr existiert. Diesen und verwandten theoretischen Positionen sowie ästhetischen Reflexionen der Dichotomie Natur/Kultur ging der Workshop nach.
Ort: Büro Univ.-Prof. Dr. Horn, Institut für Germanistik.

9.6.2018
8th univie.slam.poetrie „speak up!“
Organisation: Assoz.-Prof. Dr. Anna Babka, Mag. Dr. Peter Clar.
Die Erfolgsgeschichte ging weiter. Bereits zum achten Mal fand der univie.slam.poetrie – der Freiluft-Poetryslam – an der Universität Wien statt, wie immer in bewährter Manier im Arkadenhof der Universität Wien sowie in Kooperation mit und moderiert vom österreichischen „godfather of poetry slam“ Markus Köhle. Der diesjährige Poetryslam stand unter dem Motto „speak up“ – nicht zuletzt im Anklang an #meetoo – werde laut, lass Deine Stimme hören, sag, was zu sagen ist, vermittle Deine Perspektive! Bekannte SlammerInnen waren ebenso aufgerufen mitzumachen wie frische AutorInnen, die sich in dieser modernen Form des „Dichterwettstreits“ versuchen wollten.
Ort: Arkadenhof der Universität Wien.
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13.6.2018
Workshop: Semantikworkshop
Organisation: Enrico Flor BA MA, Nina Haslinger BA BA, Eva Rosina BA, Magdalena Roszkowski BA MA, Mag. Dr. Viola Schmitt (Projekt „Konjunktion und Disjunktion aus typologischer Perspektive“).
SprecherInnen: Dr. Nadine Bade (Universität Tübingen), Prof. Dr. Sigrid Beck (Universität Tübingen), PD Dr. Uli Sauerland (Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft, Berlin), Dr. Kazuko Yatsushiro (Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft, Berlin).
Ort: 1090, Augasse 2-6.

19. und 21.6.2018
Symposium: Komik und Subversion – Ideologiekritische Strategien
Organisation: ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Pia Janke, Mag. Dr. Christian Schenkermayr, Forschungsplattform Elfriede Jelinek: Texte – Kontexte – Rezeption und Elfriede Jelinek-Forschungszentrum.
In Kooperation mit der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien, dem Literaturhaus Wien und dem WERK X.
Ausgehend von Elfriede Jelineks Werken widmet sich das interdisziplinäre Symposium dem Spannungsfeld von Komik und Subversion. Ziel ist die Analyse jener Formen von Komik, die als subversives Verfahren eingesetzt werden, um politisch-gesellschaftliche Ordnungen, Ideologien und Machtstrukturen in Frage zu stellen.
Ort: Schreyvogelsaal der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, Hofburg, Batthyanystiege.
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26.6.2018
Buchpräsentation: Deborah Coen: Habsburg History for the Anthropocene: Stifter, Science, and the Problem of Scale
Organisation: Univ.-Prof. Dr. Eva Horn, Christina Lengauer BA MA.
Veranstaltet in Kooperation mit der VDA „Theory and Methods in the Humanities“.
Ort: Institut für Germanistik, Seminarraum 1.

 

III. NEUE PROJEKTE AM INSTITUT

Ökonomien der Parodie am Wiener Vorstadttheater. Edition und Analyse
Projektleitung: Mag. Dr. Matthias Mansky.
Laufzeit: 1.1.2018-30.6.2019.
Förderstelle: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank (Projektnummer: 17767).
Das interdisziplinäre Forschungsprojekt verknüpft wirtschafts- und sozialgeschichtliche Aspekte mit gattungstypologischen Fragestellungen. Am Beispiel der Parodie an den Wiener Vorstadtbühnen im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts sollen die verschiedenen „Ökonomien“ dieses Genres hinterfragt und so ein Beitrag zur Grundlagenforschung zum „Wiener Volkstheater“ geleistet werden.
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Poetiken des Nachkriegs. Editionen und Netzwerke der jungen Wiener Literatur nach 1945
Projektleitung: Mag. Dr. Wolfgang Straub.
Laufzeit: März-Juni 2018.
Förderstelle: Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien.
In diesem Projekt sollen die Nachkriegsanthologien wie etwa „Das tägliche Bemühen“ (1946), „Die Sammlung“ (1947), „Das Wort aus der Arbeit“ (1947), „Tür an Tür“ (1950, 1951, 1955) erstmals systematisch als Gesamttext gelesen werden, um so zu einer Poetik der österreichischen, genauer: der Wiener Nachkriegszeit zu kommen. Verknüpft wird diese poetologische Lektüre mit einer Untersuchung der Auswahlkriterien und korrespondierenden Ästhetiken der Buchreihen. Ein ganzheitlicher, vernetzender Blick soll dabei über Dichotomien hinausgehende Erkenntnisse ermöglichen.
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Arthur Schnitzler – Historisch-kritische Ausgabe (Frühwerk) III
Projektleitung: Univ.-Prof. Mag. Dr. Konstanze Fliedl.
Laufzeit: 1.3.2018-28.2.2021.
Förderstelle: FWF.
MitarbeiterInnen: Mag. Ingo Börner, Mag. Anna Elisabeth Lindner, Mag. Dr. Marina Rauchenbacher, Mag. Isabella Schwentner.
Dieses dritte Schnitzler-Projekt zielt auf die allgemeine Zugänglichkeit der Daten, ihre open access-Stellung und ihre Vernetzung mit einem zweiten Schnitzler-Editionsprojekt, der in Cambridge unter Leitung von Prof. Andrew Webber geführten „Digital Critical Edition of Middle-Period Works“. Dazu ist, neben der Edition der Einakter „Paracelsus“, „Der grüne Kakadu“ und „Die Gefährtin“, vor allem die Herausgabe des Schauspiels „Der einsame Weg“ geplant, das mit einem Drama der mittleren Schaffensperiode, „Professor Bernhardi“, gemeinsame stoffliche Wurzeln hat. Auf diese Weise soll erstmals eine werkübergreifende Textgenese digital dargestellt werden. Technisch am Austrian Centre for Digital Humanities (ÖAW) angesiedelt, soll in Kooperation mit der Cambridge University Library dieses Vorhaben verwirklicht werden.
Weitere Informationen

AaMol – Am Modell lernen, als Modell lernen. Ein schreibdidaktisches Konzept für den wissenschaftspropädeutischen Fachunterricht
Projektleitung: Dr. Mag. Sandra Reitbrecht.
Laufzeit: April 2018-November 2019.
Förderstelle: Sparkling Science, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF).
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Marta Dawidowicz MA M.A.
Fachliche Beratung: Univ.-Prof. Dr. Karen Schramm.
Administration: Mag. Jamila Baier-Mathews.
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Schreiben in Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Projektleitung: Prof. Vera Janíková (Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur an der Pädagogischen Fakultät der Masaryk-Universität Brno), Projektpartner: Mgr. Michal Dvorecký PhD.
Laufzeit: April 2018-Juni 2018.
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IV. NEUE PUBLIKATIONEN

Thomas Antonic: Wolfgang Bauer. Werk, Leben, Nachlass, Wirkung. Klagenfurt/Graz: Ritter 2018.
Das vorliegende Buch ist die erste Monographie zum Gesamtwerk eines der exzeptionellsten Autoren der deutschsprachigen Literatur der letzten Jahrhunderthälfte und entwickelt – unter Einbezug der vorhandenen Nachlassmaterialien – erhellende und innovative Lesarten von seinem Frühwerk, von den Erfolgsstücken wie „Magic Afternoon“ (1967), die das einstmalige Image des „Theater-Popstars“ begründen sollten, und nicht zuletzt von den poetologisch hochkomplexen Arbeiten seit den späten 1970ern. Der Band verweist durch akribische Analysen auf die gesamtkulturelle Bedeutung Wolfgang Bauers.
Weitere Informationen

Alenka Zupančič: Freud und der Todestrieb. Hg. vom Sigmund Freud Museum und dem Arbeitskreis Kulturanalyse Wien. Aus dem Englischen von Sergej Seitz u. Anna Wieder. Wien: Turia&Kant 2018 (=aka|texte #6, hg. von Anna Babka, Peter Clar, Daniela Finzi, Ingo Pohn-Lauggas, Matthias Schmidt, Gianna Zocco).
Alenka Zupančič behandelt die vielfältigen und vielstimmigen Facetten von Sigmund Freuds Todestrieb-Konzept und legt aus ihrer Sicht dar, wie Freud in seiner Einführung des Todestriebes unser gewohntes Verständnis des Lebens – und philosophisch den Vitalismus – dekonstruiert. Sie zeigt auch auf, wie jene Widersprüche, die Freuds Text inhärent sind, für Präzisierungen und Weiterentwicklungen des Konzepts genutzt werden können. Zupančič entfaltet die Relevanz des Begriffs nicht nur für viele zeitgenössische Diskussionen innerhalb der Psychoanalyse und Philosophie, sondern auch im weiteren sozialen Kontext.
Weitere Informationen

İnci Dirim, Johannes Köck, Birgit Springsits: Dil Irkçılığı_Linguizismus_Linguicsm. Sprache(n) und Diskriminierung in (Hoch-)Schule undGesellschaft. Linguizismuskritik als international-interdisziplinäre Perspektive. Istanbul: Yeni İnsan 2018.
Weitere Informationen

İnci Dirim, Anke Wegner: Normative Grundlagen und reflexive Verortungen im Feld DaF & DaZ*. Leverkusen: Barbara Budrich 2018 (= Reihe Mehrsprachigkeit und Bildung 2).
Deutschlernen ist nicht gleich Deutschlernen. Ob als Fremdsprache in aller Welt oder als Zweitsprache in den amtlich deutschsprachigen Regionen: Die spezifischen Beteiligten und der gesellschaftliche Kontext sind von essenzieller Bedeutung für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Dieser Band liefert Denkanstöße, um sich der komplexen Verstrickungen in diesem Feld mittels reflexiver Verortung bewusst zu werden und dies in Lernen, Lehre und Forschung einzubeziehen.
Weitere Informationen

Michal Dvorecký, Gudrun Mücke: Nemčina pre samoukov. Cvičebnica. Bratislava: Eastone Books 2018.
Weitere Informationen

Giancarmine Bongo, Mariapia DʼAngelo, Michal Dvorecký, Elisabeth Wippel (Hg.): Wissenschaftssprache Deutsch im studienbegleitenden Sprachunterricht. Curriculare und didaktisch-methodische Konzepte, linguistische Überlegungen. Wien: Praesens Verlag 2018.
Die Auseinandersetzung mit Deutsch als Wissenschaftssprache ist für den Wissenschaftsbetrieb und die Wissensproduktion von essentieller Bedeutung. Die Herausgeber_innen des vorliegenden Sammelbandes präsentieren einerseits Beiträge mit empirischem Charakter, andererseits auch Beiträge, die eher den Anspruch haben, die Wissenschaftssprache Deutsch aus didaktischer Perspektive zu beleuchten.
Weitere Informationen

Konstanze Fliedl (Hg.): Arthur Schnitzler – Werke in historisch-kritischen Ausgaben, Band: Der Ehrentag. Historisch-kritische Ausgabe. Hg. von Konstanze Fliedl u. Evelyne Polt-Heinzl u. Mitarb. v. Anna Lindner, Marina Rauchenbacher u. Isabella Schwentner. Berlin/Boston: De Gruyter 2017.
Die Historisch-kritische Ausgabe präsentiert das nachgelassene Manuskript faksimiliert in Originalgröße mit den entsprechenden Transkriptionen. Der integrale Text folgt dem Erstdruck in der Zeitschrift „Die Romanwelt“; er wird ergänzt durch einen Variantenapparat bis zur Ausgabe letzter Hand sowie einen kultur- und sprachhistorischen Kommentar. Entstehungs- und Druckgeschichte werden ausführlich dargestellt. Auf diese Weise lässt sich die Genese des Textes nun erstmals zur Gänze nachverfolgen.
Weitere Informationen

Konstanze Fliedl (Hg.): Arthur Schnitzler – Werke in historisch-kritischen Ausgaben, Band: Blumen. Historisch-kritische Ausgabe. Hg. v. Isabella Schwentner. Berlin/New York: De Gruyter 2018.
Dieser zehnte Band der historisch-kritischen Ausgabe präsentiert alle nachgelassenen handschriftlichen Materialien – faksimiliert in Originalgröße mit entsprechenden Transkriptionen. Die überaus komplexe Textgenese wird ausführlich dargestellt und durch den zusätzlichen Abdruck der Umschriften in der rekonstruierten genetischen Reihenfolge veranschaulicht. Der konstituierte Text folgt dem Erstdruck in der Zeitschrift „Neue Revue“; er wird ergänzt durch einen Kommentar und einen Variantenapparat bis zur Ausgabe letzter Hand. Damit lässt sich die Entstehungsgeschichte des Textes nun erstmals exakt nachverfolgen.
Weitere Informationen

Kerstin Gittinger, Sonja Loidl (Hg.): Unter Wölfen. Käthe Recheis. Literatur und Politik. Linz: Adalbert-Stifter-Institut des Landes OÖ 2018 (= Schriften zur Literatur und Sprache in Oberösterreich, 23).
Dieser Sammelband bildet das Symposion ab, das am 1. und 2. März 2018 im Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich im Rahmen einer Ausstellung stattgefunden hat.
Weitere Informationen

Susanne Hochreiter, Silvia Stoller (Hg.): Mann – Männer – Männlichkeiten. Interdisziplinäre Beiträge aus den Masculinity Studies. Wien: Praesens Verlag 2018.
Die in jüngerer Zeit öffentlichkeitspräsente neue Männerrechts- und Väterrechtsbewegung mit ihrer antifeministischen Einstellung stellt den unmittelbaren Anlass für diese Fokussierung dar. Auch die Tatsache, dass Männlichkeitsforschung in den Gender Studies nach wie vor unzureichend berücksichtigt wird, macht eine Beschäftigung mit diesem Zweig der Geschlechterforschung notwendig. Die Beiträge rücken die Männlichkeitsforschung aus unterschiedlichen Disziplinen ins Zentrum.
Weitere Informationen

Veronika Hofeneder (Hg.): Vicki Baum: Makkaroni in der Dämmerung. Feuilletons. Wien: Edition Atelier 2018.
Neben ihrem umfangreichen Romanwerk verfasste die gefeierte Starautorin Vicki Baum auch zahlreiche feuilletonistische Texte, die sowohl formal als auch inhaltlich Diskurse der Zwischenkriegszeit um Geschlechterrollenbilder, neusachliche Beziehungs- und Schreibpraktiken, Sozialpolitik oder moderne Kunstformen reflektieren. „Makkaroni in der Dämmerung“ versammelt diese bislang nur in Zeitungen und Zeitschriften erschienenen Feuilletons nun erstmals in Buchform.
Weitere Informationen

Veronika Hofeneder, Nicole Perry (Hg.): Germanistik Grenzenlos. Festschrift für Wynfrid Kriegleder zum 60. Geburtstag. Wien: Praesens Verlag 2018.
Die Festschrift versammelt anlässlich des 60. Geburtstages von Wynfrid Kriegleder Beiträge seiner nationalen und internationalen KollegInnen aus der Germanistik und ihren benachbarten Disziplinen. Interdisziplinär ausgerichtet fokussiert der Band thematisch auf die österreichische Literatur vom 17. bis zum 21. Jahrhundert, mit besonderem Augenmerk auf literarische und kulturelle Beziehungen zu den USA.
Weitere Informationen

Roland Innerhofer, Matthias Meyer, Stefan Winterstein (Hg.): Keime fundamentaler Irrtümer. Beiträge zu einer Wirkungsgeschichte Heimito von Doderers. Würzburg: Königshausen & Neumann 2018 (= Schriften der Heimito von Doderer-Gesellschaft 10-2018).
Doderers Auftritt als starke Autorpersönlichkeit, die eng mit ihrem literarischen Werk verknüpft ist, hat positiven wie negativen Widerhall hervorgerufen, der bisweilen auf beiden Seiten sektiererische Formen angenommen hat. Die Frage, wie vor diesem Hintergrund eine gelungene Rezeption des Werks aussehen würde, scheint bis heute weitgehend offen zu sein. Die Beiträge dieses Bandes bilanzieren anlässlich des 50. Todesjahrs die Wirkungsgeschichte des Autors in Form von literarischen Echos, im Spiegel von Politik und Gesellschaft, anhand der Frage nach zeitgeschichtlichen Leseangeboten und mit Blick auf die internationale Wahrnehmung.
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Pia Janke, Teresa Kovacs, Christian Schenkermayr (Hg.): Elfriede Jelineks „Burgtheater“ – Eine Herausforderung. Wien: Praesens Verlag 2018 (= DISKURSE.KONTEXTE.IMPULSE. Publikationen des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums 18).
Schwerpunkte des Bandes bilden Analysen der dramatischen Form und der Sprache von Elfriede Jelineks „Burgtheater“, wobei den im Text verarbeiteten Intertexten aus den Bereichen Literatur, Musik und Film sowie den komischen Verfahren besonderes Interesse gilt. Untersucht werden auch die für das Stück relevanten zeitgeschichtlichen Kontexte und das Spannungsfeld von Kunst und Politik. Darüber hinaus werden die Aufführungsgeschichte und die Skandalisierung des Theatertextes thematisiert.
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Johannes Kaminski (Hg.): Erotic Literature in Adaptation and Translation. Cambridge: Legenda 2018 (=Transcript 7).
Transgressive by nature, erotic literature engages the reader in a dialogue informed by the social and aesthetic conventions that it playfully disregards or unwittingly reproduces. But once this intimate, arousing and, often, disturbing dialogue transitions into another language, culture, or medium, it must reposition itself within new conventions. How does this happen in practice?
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Amália Kerekes, Marion Löffler, Georg Spitaler, Sabine Zelger (Hg.): denken, schreiben, tun. Politische Handlungsfähigkeit in Theorie, Literatur und Medien. Frankfurt/Main: Peter Lang Verlag 2018 (=Budapester Studien zur Literaturwissenschaft).
Die Leitfrage des Bandes bezieht sich auf agency, verstanden als individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit. Angesichts des gegenwärtigen Zweifels an der Effektivität demokratischer Praxis erkunden die Beiträge, wie politische Denk- und Handlungsräume in Theorie, Literatur und Medien bearbeitet und erschlossen werden.

Stefan Krammer: Fiktionen des Männlichen. Männlichkeitsforschung in der Literaturwissenschaft. Wien: facultas 2018.
In dem Buch werden literarische Texte danach befragt, was sie alles über Männer wissen und auf welche Weise sie das tun. Im Fokus stehen dabei die Diskursivität männlicher Herrschaft wie auch die Performativität männlicher Identitäten. Welche Strategien und Verfahren angewendet werden, sodass Männlichkeit in den unterschiedlichsten Variationen glaubhaft erscheint, wird anhand literarischer Texte von Franz Grillparzer bis Christa Wolf untersucht.
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Isabel Kranz (Hg.): Was wäre wenn? Alternative Gegenwarten und Zukunftsprojektionen um 1914. Paderborn: Wilhelm Fink 2017.
Was wäre, wenn der Erste Weltkrieg nicht stattgefunden hätte? Welche Zukunft wäre dann vielleicht unsere Vergangenheit geworden? Betrachtet man geschichtliche Wendepunkte und fragt, wie die Dinge hätten anders verlaufen können, so öffnen sich mit den Parallelwelten der Vergangenheit zugleich mögliche Zukünfte. Der vorliegende Band widmet sich wissenschaftlichen, literarischen und künstlerischen Alternativszenarien unserer Gegenwart sowie vergangenen Zukunftsprojektionen um das Jahr 1914 und fragt nach deren Bedeutung für die Auseinandersetzung mit dominanten Geschichtsbildern.
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Jürg Fleischer, Alexandra N. Lenz, Helmut Weiß: SyHD-atlas. Konzipiert von Ludwig M. Breuer unter Mitarbeit von Katrin Kuhmichel, Stephanie Leser-Cronau, Johanna Schwalm und Thomas Strobel, 2017.
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Alexandra N. Lenz, Ludwig Maximilian Breuer, Tim Kallenborn, Peter Ernst, Manfred Michael Glauninger, Franz Patocka (Hg.): Bayerisch-österreichische Varietäten zu Beginn des 21. Jahrhunderts – Dynamik, Struktur, Funktion. Stuttgart: Steiner 2017 (Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, Beiheft 167).
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Matthias Mansky (Hg.): Johann Friedrich Jünger: Die Entführung. Ein Lustspiel in drey Aufzügen. Mit einem Nachwort von Matthias Mansky. Hannover: Wehrhahn 2018 (= Theatertexte 58).
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Alexandra Millner, Marc-Oliver Schuster (Hg.): Acht-Punkte-Proklamation des poetischen Actes. Weiteres zu H. C. Artmann. Würzburg: Königshausen & Neumann 2018.
In der „Acht-Punkte-Proklamation des poetischen Actes“ formulierte H. C. Artmann 1953 seine Poetik. Ihre Auswirkungen lassen sich nicht nur auf sein Gesamtwerk beziehen, sondern auf die gesamte experimentelle Kunstszene Österreichs nach 1945. Es werden die Implikationen und Auswirkungen der Proklamationanalysiert und neue Interpretationen dargelegt. Belegt werden die Studien mit neuen Beispielen aus Werk und Leben des Dichters.
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Alexandra Millner, Katalin Teller (Hg.): Transdifferenz und Transkulturalität. Migration und Alterität in den Literaturen und Kulturen Österreich-Ungarns. Bielefeld: transcript 2018.
Mit dem Konzept der Transdifferenz lassen sich konventionelle Differenzierungen in Bezug auf Gender, Ethnizität, Klasse, Generation, Nation etc. kritisch hinterfragen. Literarische transdifferente Momente weisen auf die Gestaltungsmöglichkeiten des modernen Individuums im gesellschaftlichen Umbruch der späten Habsburger-Monarchie hin. Der Band erschließt in Vergessenheit geratene literarische Werke und reflektiert unterschiedliche Lebensformen der Moderne.
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Sabine Zelger, Patrick Greaney (Hg.): An Austrian Avant-Garde. Translated by Patrick Greaney, with additional by Ana Jelnikar and Stephen Watts. Los Angeles: Les Figues Press 2018.
Die zweisprachige Anthologie zeigt, dass es in Österreich eine literarische Avantgarde gibt, die radikal und witzig, kritisch und sinnlich ist. Der Streifzug durch die Textlandschaft seit dem 2. Weltkrieg soll nicht nur zur Lektüre, sondern auch zu weiteren Übersetzungen anstecken – zumal viele der AutorInnen und ihre Literatur außerhalb deutschsprachiger Regionen kaum bekannt sind.

V. Dissertationen

Begonnen (seit Dezember 2017):

  • Johanna Fanta: Intra- und interindividuelle Variationsspektren in Österreich – Phonetisch-phonologische Analysen. Betreuerin: Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz.
  • Simone Kraft: Ich bin ouch ein recke, und solde krônen tragen. Das Versagen des Herrschers in der deutschsprachigen Literatur des 13. Jahrhunderts. Betreuer: Univ.-Prof. Dr. Matthias Meyer M.A.
  • Christina Misar-Dietz: (Un)Reading Gender. Figur und Geschlecht im identitätsorientierten Literaturunterricht. Betreuer: Univ.-Prof. Mag. Dr. Stefan Krammer.
  • Davide Palmisano: Kulturelle Orientierung im deutschsprachigen Raum und in Italien: Kommunikationsstrategien bei der Tourismuswerbung im Internet. BetreuerInnen: Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz, Dr. Karl Gerhard Hempel, Univ.-Prof. Dr. Larisa Schippel.

Abgeschlossen:

  • Elisa Meyer: Identitätskonzepte in Robert Musils Fragment „Der Mann ohne Eigenschaften“. Der Leib aus der Phänomenologie Merleau-Pontys als vermittelndes und identitätsstiftendes Moment zwischen Körper, Geist und Außenwelt. Betreuer: Univ.-Prof. Dr. Roland Innerhofer.
  • Nadja Thoma: Sprache(n) und Bildung im Lebenslauf. Eine qualitative Studie über Sprach-biographien von Germanistikstudent_innen mit Migrationsgeschichte. Betreuerin: Univ.-Prof. Dr. İnci Dirim M.A.
  • Lena Zudrell: Figur und Erzählen. Zu einer historischen Narratologie der Figur anhand der drei Artusromane des Pleier. Betreuer: Univ.-Prof. Dr. Matthias Meyer M.A.

Redaktion:
Pia Janke, Jens Döll, Stefan Krammer,
Alexandra N. Lenz, Yasmine Schiller und Margarete Wagner

Herausgegeben vom Institut für Germanistik an der Universität Wien, Universitätsring 1
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