Mag. Dr. Daniel Ehrmann

Daniel Ehrmann

Neuere deutsche Literatur

Institut für Germanistik
Universitätsring 1
1010 Wien

Zimmer: ZG1O2.47

E-Mail: daniel.ehrmann@univie.ac.at

Curriculum vitae

Seit 03/2022: Leiter des Projekts  „Kooperative Erschließung diffusen Wissens. Ein literaturwissenschaftlich-informatischer Modellversuch zur Aufbereitung komplexer Textkorpora am Beispiel der „Oberdeutschen allgemeinen Litteraturzeitung (1788-1811)“ (gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Borgelt)

Seit 03/2021: APART-GSK-Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften am Institut für Germanistik der Universität Wien.

03/2019-03/2021: Sprecher des Akademischen Mittelbaus am Fachbereich Germanistik der Paris Lodron Universität Salzburg.

05/2020: Promotion im Fach Neuere deutsche Literatur an der Paris Lodron Universität Salzburg. Titel der Dissertation: Kollektivität. Geteilte Autorschaften und kollaborative Praxisformen 1770-1840.
Erstgutachter: Prof. Dr. Norbert Christian Wolf (Salzburg). Zweitgutachterin: Prof. Dr. Sabine Schneider (Zürich). Zweitprüfer: Prof. Dr. Stephan Kammer (München).

03/2017–02/2021: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Universitätsassistent), Paris Lodron Universität Salzburg, Fachbereich Germanistik.

10/2017-11/2017: DOC-Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

10/2013–09/2014: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Senior Scientist), Paris Lodron Universität Salzburg, Fachbereich Germanistik.

01/2011–09/2013: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im FWF-Projekt P23033 „Kommentierte Neuedition von Goethes Kunstzeitschrift ‚Propyläen‘“ (Leiter: Prof. Dr. Norbert Christian Wolf).

03/2010-07/2010: Forschungsassistent, Paris Lodron Universität Salzburg, Fachbereich Germanistik.

03/2010: Studienabschluss mit der zweiten Diplomprüfung (Mag. phil.).
Gesamtnote: mit Auszeichnung bestanden.
Titel der Diplomarbeit: „Bildung – Liebe – Bürgertum. Zum Fortleben von Goethes ästhetischem und kulturellem Repertoire im Werk Adalbert Stifters“.

01/2010-03/2010: Wissenschaftliche Mitarbeit am FWF-Projekt P21348 „Fassungsvergleich ‚Die Mappe meines Urgroßvaters‘ v. Stifter“ (Leiter: ao. Univ.-Prof. Dr. Herwig Gottwald)

03/2009-01/2010: Studienassistent (Studentische Hilfskraft), Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg

11/2008-02/2009: Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt zur Erstellung einer „Sprechenden Landkarte der Dialekte des Alpenraumes“ (Leiter: Ass.Prof. Dr. Hannes Scheutz).

10/2008-01/2010: Wissenschaftliche Hilfskraft im FWF-Projekt P18564 „Kommentierung: ‚Die Mappe meines Urgroßvaters‘ v. Stifter“ (als Teil der Historisch-kritischen Gesamtausgabe der Werke und Briefe Adalbert Stifters; geleitet von Prof. Dr. Herwig Gottwald).

10/2007-10/2008: Wissenschaftliche Hilfskraft im FWF-Projekt P16678 „Mittelalterliche Handschriften des Stifts Nonnberg/Sbg.“ (Leiter: Prof. Dr. Gerold Hayer).

03/2008-07/2008: Tutor, Paris Lodron Universität Salzburg, Fachbereich Germanistik.

10/2005-03/2010: Lehramtsstudium an der Paris Lodron Universität Salzburg mit den Fächern Deutsch und Geschichte.

Publikationsverzeichnis

Publikationsdatenbank u:cris

Bücher

Kollektivität. Geteilte Autorschaften und kollaborative Praxisformen 1770-1840. Wien, Köln: Böhlau 2022 (peer reviewed).

Gelehrsamkeiten im 18. Jahrhundert: Praktiken – Diskurse – Infrastrukturen. Hrsg. gem. mit Thomas Assinger [ersch. 2022 als Beiheft zum Euphorion] (peer reviewed).

KOLLEKTIVES SCHREIBEN. Hrsg. gem. mit Thomas Traupmann. Paderborn: Fink 2022 (= Genealogie des Schreibens, Bd. 28) (peer reviewed).

Der Streit um Klassizität. Polemische Konstellationen vom 18. zum 21. Jahrhundert. Hrsg. gem. mit Norbert Christian Wolf. Paderborn: Fink 2021.

Klassizismus in Aktion. Goethes Propyläen und das Weimarer Kunstprogramm. Hrsg. gem. mit Norbert Christian Wolf. Wien/Köln/Weimar: Böhlau 2016 (= Literaturgeschichte in Studien und Quellen, Bd. 24) (peer reviewed).

Aufsätze in Zeitschriften

Entkollektivierung. Konzepte kollektiver und individueller Autorschaft in der Druckgeschichte der Xenien. In: Jahrbuch der deutschen Schillergesellschaft 66 (2022) [zum Druck angenommen] (peer reviewed).

Ungelesen. Zur Archivfunktion von Zeitschriften und ihrem Einfluss auf die Wahrnehmbarkeit von Texten. In: Jahrbuch für Internationale Germanistik 54 (2022) [zum Druck angenommen] (peer reviewed).

Zeitschriften als Medienformatierung. Zur Relationalität von Journalen, Texten und Bildern vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 47/2 (2022), S. 1-53 (peer reviewed).

Nichtstun, Aufschreiben, Ausschneiden. Grenzwerte der Zusammenarbeit in der Literatur (Günther, Goethe, Schiller, Brecht). In: Journal of Literary Theory 16.1 (2022), S. 29-50 (peer reviewed).

Vertextung. Zum relationalen Verhältnis von Autor und Werk. Mit Blick auf das Akteursnetzwerk von Luthers „Sendbrief vom Dolmetschen“. In: Zeitschrift für deutsche Philologie 193/1 (2020), S. 5-38 (peer reviewed).

Sammeln und Streuen: Autorschaft und Gattung beim jungen Stifter. Mit Blick auf die Studien und Wien und die Wiener. In: Jahrbuch des Adalbert-Stifter-Instituts des Landes Oberösterreich 26 (2019), S. 75-94 (peer reviewed).

Dichter Bund – loses Netz. Multiple Bündnisse als Unruhestifter im Literatursystem. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 92, H. 4 (2018), S. 463-492 (peer reviewed).

Stifter und Stiftsschüler. Poesie, Pädagogik und Politik im 19. Jahrhundert. In: JASILO 24 (2017), 85-103 (peer reviewed).

Eigenzeiten des Biedermeier. Zum Problem literaturgeschichtlicher Modernisierungserzählungen mit Blick auf Droste und Stifter. In: Droste-Jahrbuch 11 (2016), Themenband „‚Aus der Ferne klingts wie Heymathslieder‘. Zum literaturgeschichtlichen Ort Annette von Droste-Hülshoffs und der ‚konservativen‘ Autoren in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts“, S. S. 67-87.

Textrevision – Werkrevision. Produktion und Überarbeitung im Wechsel von Autoren, Herausgebern und Schreibern. In: editio 30 (2016), S. 71-87.

Fragmentierung und Nekromantie. Strategien der Legitimation biografischen Erzählens um 1800. In: Christian Klein | Falko Schnicke (Hrsg.): Legitimationsmechanismen des Biographischen: Kontexte – Akteure – Techniken – Grenzen. Bern u.a. 2016 (=Jahrbuch für Internationale Germanistik. Reihe A, Bd. 117), S. 57-90.

„unser gemeinschaftliches Werk“. Zu anonymer und kollektiver Autorschaft in den Propyläen. In: Goethe-Jahrbuch 131 (2014), S. 30-38.

Et in Arcadia ego. Konfigurationen des Letalen in Ferdinand Raimunds Original-Stücken. In: Nestroyana 33 (2013), S. 6-21.

Buchbeiträge

Buckel, Blutsturz und das tägliche Befinden. Widerständige Körperlichkeit im Zeitalter der Autonomie (Lichtenberg, Schiller, Stifter). Erscheint in: Hildegard Fraueneder/Nora Gundtner/Manfred Kern (Hg.): Kunst und Gebrechen. Wien turia+kant 2023 [zum Druck angenommen] (peer reviewed).

Zur Einführung: Gelehrsamkeit zwischen Gelehrtenkultur und Wissenschaftskultur. In: Assin-ger/Ehrmann (Hg.): Gelehrsamkeiten im 18. Jahrhundert, S. 1-31 (peer reviewed).

Erbschaften: angetreten, ausgeschlagen. Zur prekären Form der Begründung von Zukunft im Vergangenen um 1840 (Dingelstedt, Gutzkow, Vischer, Droste, Stifter). In: Stephan Brössel / Stefan Tetzlaff (Hg.): Die Kalibrierung literarischer Zeit. Strukturwandel am Ende der Goethezeit. Marburg: Schüren 2022 (=Schriften zur Kultur- und Mediensemiotik, Band 20), S. 241-258.

Kollektive schreiben, kollektives Schreiben. Zur Einführung (gem. mit Thomas Traupmann): In: Kollektives Schreiben. Hg. von Daniel Ehrmann und Thomas Traupmann. Paderborn 2022 (= Zur Genealogie des Schreibens 28), S. 1-19 (peer reviewed).

Der Streit um Klassizität. Polemische Konstellationen vom 18. zum 21. Jahrhundert. Einführung [gem. mit Norbert Christian Wolf]. In: Ehrmann/Wolf (Hg.): Der Streit um Klassizität, S. 1-29.

Polemik als Konstellation. Dynamik, Ungleichzeitigkeit und Nachträglichkeit in den Konfrontationen von Klassizismus und Anti-Klassizismus (1760-1930). In: Daniel Ehrmann/Norbert Christian Wolf (Hg.): Der Streit um Klassizität. Polemische Konstellationen vom 18. zum 21 Jahrhundert. Paderborn 2021, S. 89-134.

Seelenorte. Literarische Produktion zwischen schreibenden Köpfen und denkenden Händen. In: Susanne Knaller u.a. (Hrsg.): Schreibforschung interdisziplinär. Praxis – Prozess – Produkt. Bielefeld: Aisthesis 2020, S. 137-155.

Bündnisse, die es nie gegeben hat. Lessing, Klotz und die Dynamik latenter Allianzen. In: Franz M. Eybl / Daniel Fulda / Johannes Süßmann (Hrsg.): Bündnisse. Politische, soziale und intellektuelle Allianzen im Jahrhundert der Aufklärung Wien u.a.: Böhlau 2019, S. 249-273.

Gisèle Sapiros Verbindung von Feld- und Netzwerktheorie. Einführung. In: Lore Knapp (Hrsg.): Literarische Netzwerke im 18. Jahrhundert. Mit den Übersetzungen zweier Aufsätze von Latour und Sapiro. Bielefeld: Aisthesis 2019, S. 187-206 [gem. mit Norbert Christian Wolf].

Wir. Prekäre Erscheinungsweisen kollektiver Autoren und Werke um 1800. In: Paratextuelle Politik und Praxis. Hrsg. von Martin Gerstenbräun-Krug und Nadja Reinhard. Wien u.a.: Böhlau 2018, S. 123-146 (peer reviewed).

Künstliches Leben. Biologisches Wissen und die Politik der Künste. In: LebensWissen. Poetologien des Lebendigen im langen 19. Jahrhundert. Hg. von Benjamin Brückner, Judith Preiß und Peter Schnyder. Freiburg i.Br.: Rombach 2017, S. 75-95.

Facta, Ficta und Hybride. Generische als epistemologische Dynamik in Zeitschriften des 18. Jahrhunderts. In: Zwischen Literatur und Journalistik. Generische Formen in Periodika des 18. bis 21. Jahrhunderts. Hrsg. von Gunhild Berg, Magdalena Gronau und Michael Pilz. Heidelberg: Winter 2017, 111-131.

Klassizismus in Aktion. Zum spannungsreichen Kunstprogramm der Propyläen (gemeinsam mit Nobert Christian Wolf). In: Klassizismus in Aktion. Goethes Propyläen und das Weimarer Kunstprogramm. Hrsg. gem. mit Norbert Christian Wolf. Wien u.a.: Böhlau 2016 (= Literaturgeschichte in Studien und Quellen, Bd. 24), S. 11-44 (peer reviewed).

Bildverlust oder Die Fallstricke der Operativität. Autonomie und Kulturalität der Kunst in den Propyläen. In: Klassizismus in Aktion 2016, S. 123-173 (peer reviewed).

Ordnen und lenken. Kunstgeschichte und Kunsttheorie in Meyers Beiträgen zu den Propyläen. In: Johann Heinrich Meyer. Kunst und Wissen im klassischen Weimar. Hrsg. von Alexander Rosenbaum, Johannes Rößler und Harald Tausch. Göttingen: Wallstein 2013 (=Ästhetik um 1800, Bd. 9), S. 255-273.

Kunstwerk – „Naturwerk“ – Anschauung. Bildung zur und durch die Kunst in Goethes Dialog Über Wahrheit und Wahrscheinlichkeit der Kunstwerke. In: Methoden der Aufklärung. Ordnungen der Wissensvermittlung und Erkenntnisgenerierung im langen 18. Jahrhundert. Hrsg. von Silke Foerschler und Nina Hahne. München: Fink 2013 (=Laboratorium Aufklärung, Bd. 13), S. 163-175.

Kommentierte Auswahledition des Briefwechsels zwischen Erich Landgrebe und Herbert Rosendorfer. In: Briefe an Erich Landgrebe. Aus dem Nachlass hrsg. von Adolf Haslinger und Hildemar Holl. Salzburg: Salzburg Museum 2008, S.16-34.

Lexikonartikel

„6.12 Natur, kultivierte“. Erscheint in: Handbuch Realismus. Theorien – Medien – Kontexte. Hrsg. von Andreas Blödorn und Stefan Tetzlaff. Stuttgart: Metzler 2023.

„8.10 Ordnen, Bestimmen, Aneignen“. Erscheint in: ebd.

„9.5 Panorama und Diorama“. Erscheint in: ebd.

„11.1 Autorschaft“. Erscheint in: ebd.

„12.2 Märzrevolution 1848 und die Folgen“. Erscheint in: ebd.

„19. Jahrhundert, Epochenüberblick“, in: Stichwörter zur oberösterreichischen Literaturgeschichte, http://www.stifter-haus.at/lib/publication_overview_micro.php.

„Marianne von Willemer“, in: ebd.

Rezensionen

Charlotte Kurbjuhn, Kontur. Geschichte einer ästhetischen Denkfigur. (Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte 81 [315]) De Gruyter, Berlin – Boston 2014. XIX/792 S., € 119,95, in: Arbitrium 36, H. 3 (2019), S. 286-290.

David E. Wellbery: Das leiblich Imaginäre. Goethe, Nietzsche, Musil. Konstanz, in: Musil-Forum 35 (2017/18), 240-243 (peer reviewed).

Martin Disselkamp, Fausto Testa (Hrsg.): Winckelmann-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, mit 39 Abbildungen, J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2017, VIII, 374 S. |
Friedrich-Wilhelm von Hase (Hrsg.) Die Kunst der Griechen mit der Seele suchend. Winckelmann in seiner Zeit (Zaberns Bildbände zur Archäologie / Sonderbände der Antiken Welt), Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt 2017, 144 S., in: Zeitschrift für Germanistik. Neue Folge XXVIII, H. 3 (2018), S. 653-656.

Literatur und Nicht-Wissen. Historische Konstellationen 1730-1930, hg. v. Michael Bies und Michael Gamper, in: Scientia Poetica 17 (2013), S. 300-314 (peer reviewed).

„Was man weiß, sieht man erst!“ Goethe-Handbuch. Supplemente Band 3: Kunst. Hg. v. Andreas Beyer und Ernst Osterkamp, Stuttgart und Weimar 2011, in: Sprachkunst. Beiträge zur Literaturwissenschaft 42 (2011), 2. Halbband, S. 401-405.

Walter Fanta, Katharina Herzmansky, David Pölzl (Hrsg.): Witterungen. Materialien zu Engelbert Obernosterer: Fährten, Stimmen, Texte, Klagenfurt 2008, in: Deutsche Bücher. Forum für Literatur, 38 (2008), Heft 4, S. 325 – 328.

Aktivitäten

Tagung ‚Analogue Humanities‘, 1.-2.7.2022

Analogue Humanities? Das Handwerk der Geisteswissenschaften im Digitalzeitalter

Lehrveranstaltungen 2023S

Lehrveranstaltungen 2022S

Alle bisherigen Lehrveranstaltungen im Vorlesungsverzeichnis