Dr. Annika Hildebrandt, BA MA MA

Annika Hildebrandt

Neuere deutsche Literatur

Institut für Germanistik
Universitätsring 1
1010 Wien

E-Mail: annika.hildebrandt@univie.ac.at

Sprechstunde

Mi, 15–16 Uhr, Zimmer: ZG201.149 (1. ZG)

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Kurzprofil

Annika Hildebrandt ist im WS 2025/26 Gastprofessorin für Neuere deutsche Literatur (Schwerpunkt 17./18. Jahrhundert) an der Universität Wien. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen das Verhältnis von Literatur und Gesellschaft seit dem 18. Jahrhundert, Ästhetiken und Medien politischer Literatur sowie Theorien und Praktiken von Autorschaft.

Für ihre Dissertation „Die Mobilisierung der Poesie. Literatur und Krieg um 1750“ erhielt sie 2018 den Scherer-Preis. Ihr Habilitationsprojekt „Poeta non doctus. Literaturgeschichte ungelehrter Autorschaft“ fragt nach den literaturtheoretischen Potenzialen, die von der Faszination für autodidaktische Schreibende von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart ausgingen, und reflektiert damit moderne Autorschaftstheorien im Horizont der Kategorien Stand, Klasse und Geschlecht.

Curriculum vitae

  • 10/2025 bis 12/2025 Gastprofessur für Neuere deutsche Literatur mit Schwerpunkt 17./18. Jahrhundert (Nachfolge Michael Auer) am Institut für Germanistik der Universität Wien
  • seit 10/2021 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) am Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • 10/2018 bis 09/2021 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) am Germanistischen Seminar der Universität Siegen
  • 10/2017 bis 09/2018 Universitätsassistentin (Postdoc) am Institut für Germanistik der Karl-Franzens-Universität Graz
  • 01/2013 bis 09/2017 Promotion am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin, Thema: „Kriegsgemeinschaften. Literatur und Politik um 1750“, Prädikat: summa cum laude
  • 01/2017 bis 09/2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Praedoc) am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin
  • 01/2013 bis 12/2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Praedoc) am SFB 644 „Transformationen der Antike“, Humboldt-Universität zu Berlin, Projekt B12 „Pluralisierung von Antike in der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts“
  • 10/2009 bis 06/2014 M.A.-Studium Deutsche Literatur, Humboldt-Universität zu Berlin
  • 10/2009 bis 12/2012 M.A.-Studium Latinistik, Humboldt-Universität zu Berlin
  • 10/2006 bis 10/2009 B.A.-Studium Deutsch/Latein, Humboldt-Universität zu Berlin

 

Auszeichnungen und Fellowships

  • 10/2024 bis 03/2025 Senior Fellowship in der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Imaginarien der Kraft“, Universität Hamburg
  • 04/2018 Scherer-Preis für die Dissertation, vergeben durch die Richard M. Meyer-Stiftung
  • 10/2013 Humboldt-Preis für die Masterarbeit, vergeben durch die Humboldt-Universität zu Berlin
  • 10/2013 Preis des Instituts für Klassische Philologie der Humboldt-Universität zu Berlin für die Masterarbeit
  • 01/2007 bis 12/2012 Studienförderung durch die Studienstiftung des deutschen Volkes

Publikationsverzeichnis

 

Monographie

Die Mobilisierung der Poesie. Literatur und Krieg um 1750. Berlin, Boston 2019 (= De Gruyter, Studien zur deutschen Literatur, Bd. 220).

Rezensionen: Sotirios Agrofylax in Das achtzehnte Jahrhundert 45:2 (2021), S. 310–312; Johannes Birgfeld in Zeitschrift für Germanistik N. F. 32:3 (2022), S. 654–657. | online

 

Edition

Johann Georg Sulzer: Dichtung und Literaturkritik, hg. von Annika Hildebrandt und Steffen Martus (Gesammelte Schriften, hg. von Hans Adler und Elisabeth Décultot, Bd. 7). Basel 2020.

Rezensionen: Till Kinzel in Informationsmittel für Bibliotheken 28:2 (2020), BDBA 20–2. | online; Barbara Mahlmann-Bauer in Arbitrium 41:2 (2023), S. 184–189. | online; Alexander Košenina in Germanistik 61:3/4 (2020), S. 1027–1028.

 

Herausgeberschaften

Unoriginelle Literatur um 1800. Nachahmung nach der Nachahmungspoetik, hg. von Annika Hildebrandt und Erika Thomalla. Bern u. a. 2024 (= Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik N. F., Bd. 34).

Schreibarten im Umbruch. Stildiskurse im 18. Jahrhundert, hg. von Eva Axer, Annika Hildebrandt und Kathrin Wittler. Berlin 2024 (= Beihefte zur Zeitschrift für deutsche Philologie, Bd. 23). | online

Zeitschrift für Germanistik N. F. 34:1 (2024), Schwerpunkt: Fürsprache. Subalterne Literatur seit der Volksaufklärung, hg. von Annika Hildebrandt und Roman Widder. | online

Das achtzehnte Jahrhundert 46:2 (2022), Schwerpunkt: Anna Louisa Karsch: Edition und Öffentlichkeit, hg. von Nacim Ghanbari und Annika Hildebrandt.

Rezension: Maximilian Kloppert in Zeitschrift für Germanistik N.F. 3 (2023), S. 705–708. | online

Topographien der Antike in der literarischen Aufklärung, hg. von Annika Hildebrandt, Charlotte Kurbjuhn und Steffen Martus. Bern u. a. 2016 (= Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik N. F., Bd. 30).

Rezension: Jost Eickmeyer in Zeitschrift für Germanistik N.F. 3 (2018), S. 645–648. | online

 

Aufsätze

a) Artikel in Fachzeitschriften

Eigene Lieder. Maxim Billers andere Popästhetik zwischen Songs und Selbstporträt. In: text + kritik. Zeitschrift für Literatur, Nr. 248: Maxim Biller, hg. von Kai Sina und Erika Thomalla. München 2025, S. 42–51.

Der Sänger als Produzent. Stimme und Intervention in Hanns Eislers Konzept des revolutionären Kampflieds. In: Kulturwissenschaftliche Zeitschrift 1 (2025), Schwerpunkt: Geistesgegenwart und Nachdenklichkeit. Kleine Formen der Intervention, hg. von Bernhard Stricker, S. 193–211.  | online

Fürsprache und Entsagung. Aporien des Realismus in Marie von Ebner-Eschenbachs „Der Kreisphysicus“ (1883). In: Zeitschrift für Germanistik N. F. 34:1 (2024), Schwerpunkt: Fürsprache. Subalterne Literatur seit der Volksaufklärung, hg. von Annika Hildebrandt und Roman Widder, S. 22–41 (mit Roman Widder). | online

Fürsprache: Subalterne Literatur seit der Volksaufklärung. Zur Einleitung. In: Zeitschrift für Germanistik N. F. 34:1 (2024), Schwerpunkt: Fürsprache. Subalterne Literatur seit der Volksaufklärung, hg. von Annika Hildebrandt und Roman Widder, S. 7–21 (mit Roman Widder).  | online

Neue Menschen, neue Poeten. Expressionismus, Genie und Arbeiterdichtung. In: German Life and Letters 75:3 (2022), Schwerpunkt: ‚Genie‘ in der Nachromantik, hg. von Deborah Holmes und Werner Michler, S. 430–447. | online

Einleitung. Anna Louisa Karsch: Edition und Öffentlichkeit. In: Das achtzehnte Jahrhundert 46:2 (2022), Schwerpunkt: Anna Louisa Karsch: Edition und Öffentlichkeit, hg. von Nacim Ghanbari und Annika Hildebrandt, S. 131–137 (mit Nacim Ghanbari).

Gespräch mit Regina Nörtemann und Ute Pott über die Briefausgabe „Mein Bruder in Apoll“ (1996). In: Das achtzehnte Jahrhundert 46:2 (2022), Schwerpunkt: Anna Louisa Karsch: Edition und Öffentlichkeit, hg. von Nacim Ghanbari und Annika Hildebrandt, S. 138–150 (mit Nacim Ghanbari).

Aufklärung, realistisch. Anna Louisa Karsch in der ‚anderen‘ Literaturgeschichte des „Märkischen Dichtergartens“ (1980–1989) von Günter de Bruyn und Gerhard Wolf. In: Zeitschrift für Germanistik N. F. 32:3 (2022), S. 505–518. | online

Beobachtete Begeisterung. Ungelehrtes Dichten und Geniekonzept im 18. Jahrhundert. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 95:1 (2021), S. 23–41. | online

Das Deutsche zwischen den Zeilen. Sprachanalyse als nationale Selbstanalyse in Herders „Fragmenten“ (1766/1767). In: Zeitschrift für Kulturwissenschaften 14:2 (2020), Schwerpunkt: Deutschland-Analysen, hg. von Marcus Hahn und Frederic Ponten, S. 33–47. | online

Mit spartanischer Stimme. Sibylla Schwarz und die Lyrik des Dreißigjährigen Kriegs. In: Daphnis 44:1/2 (2016), Schwerpunkt: Überschreibungen/Überschreitungen. Zum literarischen Werk von Sibylla Schwarz (1621–1638), hg. von Hania Siebenpfeiffer, S. 122–138. | online

Lyrische Oberflächen. Hermeneutik und Gattungspoetik bei Wolfgang Hilbig. In: Zeitschrift für deutsche Philologie 131:2 (2012), S. 251–274. | online

In der zweiten Person. Zum reflexiven Moment lyrischer Ansprache in Walter Kempowskis Gedichtband „Langmut“. In: Die Spatien 5 (2011), S. 75–85.

 

b) Beiträge zu Sammelbänden

Auftrag am Grab. Der Tod Ferdinand Lassalles als Gelegenheit der frühen Arbeiterlyrik. In: Literatur und Kunst ‚bei Gelegenheit‘. Kontinuitäten und Transformationen im 18. und 19. Jahrhundert, hg. von Maximilian Bach und Dietmar Till. Berlin, Boston 2025 [im Erscheinen].

Handwerk, Handarbeit, Arbeit. Ökonomie und Geschlecht im Praxiswissen der Weberei im 18. Jahrhundert. In: Ex arte scribere. Genres und Rhetoriken der Kodifizierung von Praxiswissen im 18. Jahrhundert, hg. von Mark-Georg Dehrmann, Barry Murnane und Stefanie Stockhorst. Stuttgart 2025 [im Erscheinen].

Fragen an Autodidakten. Gespräche mit ‚gelehrten Bauern‘ in der Kritik der Aufklärung. In: Register der Kritik. Schreibweisen der Aufklärung zwischen Episteme und Gattung, hg. von Klaus Birnstiel, Elisabeth Décultot und Boris Previšić. Göttingen 2025 [im Erscheinen].

Umbruchszeit. Der deutschsprachige Stildiskurs des 18. Jahrhunderts im europäischen Kontext. In: Schreibarten im Umbruch. Stildiskurse im 18. Jahrhundert, hg. von Eva Axer, Annika Hildebrandt und Kathrin Wittler. Berlin 2024, S. 1–24 (mit Eva Axer, Kathrin Wittler). | online

Unoriginelle Literatur um 1800. Einführung. In: Unoriginelle Literatur um 1800. Nachahmung nach der Nachahmungspoetik, hg. von Annika Hildebrandt und Erika Thomalla. Bern u. a. 2024, S. 7–23 (mit Erika Thomalla).

Kollaborative Kritik, kollaborative Poetik. Johann Georg Sulzers Literaturkritik im Kontext des ‚Streits um den Reim‘. In: Gelebte Aufklärung. Johann Georg Sulzer im Kontext, hg. von Elisabeth Décultot und Jana Kittelmann. Basel 2024, S. 205–222.

Aufklärung, realistisch. Anna Louisa Karsch in der ‚anderen‘ Literaturgeschichte des „Märkischen Dichtergartens“ (1980–1989). In: Günter de Bruyn und die Märkische Dichtung, hg. von Alexander Košenina. Hannover 2022, S. 13–31.

Mitmachmedien. Musenalmanache als literarische Formulare. In: Das Formular, hg. von Peter Plener, Niels Werber und Burkhardt Wolf. Stuttgart 2021, S. 165–179. | online

Herzen im Gleichtakt. Zur Liedkultur der Berliner Aufklärung. In: Lektüre und Geschlecht im 18. Jahrhundert. Zur Situativität des Lesens zwischen Einsamkeit und Geselligkeit, hg. von Luisa Banki und Kathrin Wittler. Göttingen 2020, S. 87–106.

„Daß keiner nur durch Macht fällt, stehet, oder steiget“: Konfessionelle und politische Konkurrenzen in der Dichtung des Siebenjährigen Kriegs. In: Katholische Aufklärung in Europa und Nordamerika, hg. von Jürgen Overhoff und Andreas Oberdorf. Göttingen 2019, S. 297–316 (mit Steffen Martus).

Unter Kriegsdichtern. Die „Poësies diverses“ Friedrichs II. in der Buchgestaltung der Berliner Aufklärer. In: Kupferstich und Letternkunst. Buchgestaltung im 18. Jahrhundert, hg. von Peter-Henning Haischer u. a. Heidelberg 2016, S. 361–393.

Topographien der Antike in der literarischen Aufklärung. Einleitung. In: Topographien der Antike in der literarischen Aufklärung, hg. von Annika Hildebrandt, Charlotte Kurbjuhn und Steffen Martus. Bern u. a. 2016, S. 9–21 (mit Charlotte Kurbjuhn, Steffen Martus).

Von Barde zu Barde. Die Wiener Aufklärung in Michael Denis’ Topographie der deutschen Literatur. In: Topographien der Antike in der literarischen Aufklärung, hg. von Annika Hildebrandt, Charlotte Kurbjuhn und Steffen Martus. Bern u. a. 2016, S. 201–215.

 

Rezensionen

Sebastian Kaufmann: Ästhetik des ‚Wilden‘. Zur Verschränkung von Ethno-Anthropologie und ästhetischer Theorie 1750–1850. Mit einem Ausblick auf die Debatte über ,primitive‘ Kunst um 1900. Basel 2020. In: Zeitschrift für interkulturelle Germanistik 13:1 (2022), S. 175–180. | online

Elystan Griffiths: The Shepherd, the Volk, and the Middle Class. Transformations of Pastoral in German­-Language Writing, 1750–1850. Rochester N.Y. 2020. In: Zeitschrift für Germanistik N. F. 32:1 (2022), S. 222–224. | online

Christoph Jürgensen: Federkrieger. Autorschaft im Zeichen der Befreiungskriege. Stuttgart 2018. In: Arbitrium 38:3 (2020), S. 356–361.

Stefanie Stockhorst (Hg.): Krieg und Frieden im 18. Jahrhundert. Kulturgeschichtliche Studien. Hannover 2015. In: Zeitschrift für Germanistik N. F. 26:1 (2016), S. 154–156. | online

Werke des Philosophen von Sanssouci. Oden, Episteln, Die Kriegskunst. Œuvres du Philosophe de Sans-Souci. Odes, Épîtres, L’art de la guerre. Aus dem Französischen übers. von Hans W. Schumacher. Hg. von Jürgen Overhoff und Vanessa de Senarclens (Potsdamer Ausgabe, Bd. 7). Berlin 2012. In: Zeitschrift für Germanistik N. F. 24:1 (2014), S. 176–178. | online

Aktivitäten

Lehrveranstaltungen 2025W

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