Aktuelles

Digitale Lehr-/Lernressourcen DaFZ – state of the art

Gastvortrag von Dr. Diana Feick

University of Auckland, Neuseeland

Datum: Montag, 29.04.2024

Urhzeit: 16.45 – 18:15 Uhr

Ort: Seminarraum 1 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3

Organisation: Katrin Hofmann B.A. MA

Ob Whatsapp, Google Translate oder ChatGPT – die zunehmende Digitalisierung des Fremdsprachenunterrichts prägt seit nunmehr einigen Jahren die Diskurs- und Forschungslandschaft.
Der Gastvortrag fokussiert deshalb aktuelle Forschungstendenzen (state of the art) und bietet einen Überblick über Studien und Ergebnisse zu einer Integration digitaler Ressourcen im Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Im Anschluss daran sind Studierende wie Zuhörer:innen eingeladen, gemeinsam über einen / den eigenen Tool-Einsatz im DaF/DaZ-Kontext zu reflektieren und vor dem Hintergrund einer Entwicklung „Digitaler Kompetenz“ zu betrachten.

Dr. Diana Feick ist Senior Lecturer für Deutsch und angewandte Linguistik an der School of Cultures, Languages and, Linguistics der University of Auckland, Neuseeland. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen unter anderem die Bereiche digitalen, mobilen und virtuellen Lernens sowie Lerner:innenautonomie und Unterrichtsinteraktion.

Um Voranmeldung bis 24.04.2024 an katrin.hofmann@univie.ac.at wird gebeten.

Sprachpolitik und Sprachunterricht in Georgien. Geschichtliche Entwicklung und gegenwärtige Tendenzen (Fokus: Deutsch als Fremdsprache und Georgisch als Zweitsprache).

Gastvortrag von Prof. Ekaterine Shaverdashvili und Dr. Tinatin Kiguradze

Ilia Staatliche Universität Tbilisi, Georgien

Datum: Dienstag, 23.04.2024

Urhzeit: 11.30 – 13:00 Uhr

Ort: Seminarraum 1 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3

Organisation: Daniele Polizio BA MA

Georgien, ein multiethnisches Land mit 26 verschiedenen Sprachen und Bevölkerungen, hielt seine ästhetischen und kulturellen Ideale aufrecht und setzte die Sprachbildung als Priorität. Von den Anfängen bis zum heutigen Tag hat es eine vielfältige sprachliche Landschaft, in der mehrere Sprachen und mehrsprachige Ausbildung ein wesentlicher Bestandteil der Bildung sind.
In dem Beitrag werden die historischen und gegenwärtigen Entwicklungen in Georgien behandelt, wobei der Fokus auf der Staatssprache (Georgisch als Zweitsprache) und der deutschen Sprache (als Fremdsprache) liegt.

Prof. Ekaterine Shaverdashvili ist Professorin für Erziehungswissenschaften (Schwerpunkte: Sprachdidaktik, Werteerziehung) und Leiterin des Zentrums für Innovative Bildungsforschung an der Ilia Staatlichen Universität Tbilisi, Georgien.

Dr. Tinatin Kiguradze ist Assistenzprofessorin an der Fakultät für Business, Technologien und Bildungswissenschaften (Schwerpunkt Didaktik des Georgischen als Zweitsprache, DaF, CLIL, Sprachpolitik) an der Ilia Staatlichen Universität Tbilisi, Georgien.

Klimaprotest. Ästhetische Intervention oder Angriff auf Besitzverhältnisse?

Gastvortrag: Prof. Dr. Michael Baum (Institut für deutsche Sprache und Literatur, PH Karlsruhe)

Am Mittwoch 17.4.24, um 18:30 Uhr, Hauptgebäude, Tiefparterre, Stiege 9, Hörsaal 3

Der Vortrag versucht zu klären, welcher Zusammenhang zwischen Klimawandel und sozialer Ungerechtigkeit besteht. Ferner soll überlegt werden, wie dieser Zusammenhang die Positionen der Streitenden bestimmt. In didaktischer Perspektive kommt die Interdependenz sozialer, ökonomischer und ökologischer Faktoren als Bildungsziel in den Blick; eine Verengung ökonomischer Bildung auf Strategien unternehmerischen Handelns gilt es zu vermeiden.

Call for Papers: Linguizismuskritische (Zweitsprach-)Didaktik

Liebe Kolleg*innen,

die 8. Jahrestagung  des Vereins Migrationspädagogische Zweitsprachdidaktik findet unter dem Titel „Linguizismuskritische (Zweitsprach-)Didaktik“ am 08. und 09. November 2024 an der Pädagogischen Hochschule Wien statt.

Wir freuen uns über Vorschläge für Vorträge und Workshops. Details entnehmen Sie bitte folgendem PDF: CfP_MPZD 2024  oder unter dem Link: https://www.mpzweitsprachdidaktik.at/de/news/cfp-linguizismuskritische-zweitsprach-didaktik.

Bitte schicken Sie Ihre Vorschläge (Abstract-Umfang maximal 300 Wörter) bis zum 21. April 2024 an info@mpzweitsprachdidaktik.at.

Mit herzlichen Grüßen
İnci Dirim

Wir Ihr Sie: Kollektive Akteure der deutschsprachigen Literatur für und über Jugendliche

Internationale Tagung
Hofburg, Batthyanystiege, Schreyvogelsaal
20.–22.3.2024

Programm

Mittwoch, 20. 3. 2024

13:30-14:00
Anreise, Kaffee und Kuchen

14:00-14:30
Dariya Manova (Wien) Begrüßung und Einführung

14:30-15:15
Johannes Kleinbeck (Berlin): Ein Schlag Studenten: Das literarische Nachleben eines akademischen Initiationsritus im 18. Jahrhundert

15:15-16:00
Kira Jurjens (Berlin): Zentralen des Kollektivs. Das Mietshaus als Figurenreservoir und Handlungsdispositiv

16:00-16:30
Kaffeepause

16:30-17:15
Stephanie Marx (Wien): Erzählen und Zuhören im Zwangskontext: Kollektive wider Willen bei Maria Leitner

17:15-18:00
Susanne Blumesberger (Wien): Kollektives Heldentum in der österreichischen KJL von 1920 bis 1945. Ausgewählte Beispiele

Donnerstag, 21. 3. 2024

9:45
Begrüßung und Rückblick

10:00-10:45
Julia Lückl (Wien): Mädchen|Schule. Weibliche Kollektive zwischen Disziplinierung und Widerstand – von der Pensionatsliteratur zu Barbara Frischmuths Die Klosterschule (1968)

10:45-11:30
Bettina Kümmerling-Meibauer (Tübingen), Jörg Meibauer (Mainz): Moral der Banditen? Eine ethisch-narrative Analyse von Jugendbanden in Nachkriegsdeutschland

11:30-13:30
Mittagspause

13:30-14:15
Caroline Roeder (Ludwigsburg): Zwischen Trupp und Treuhand. Aufwachsen im Kollektiv – literarische Revisionen in deutschsprachiger jugenderzählender Gegenwartsliteratur

14:15-15:00
Günther Stocker (Wien): „Was ich gesehen hab, waren Kinder, nicht Ratten.“ Überleben zwischen Trümmern in Robert Neumanns Die Kinder von Wien

15:00-15:30
Kaffeepause

15:30-16:15
Ksenia Kuzminykh (Göttingen): Individualität versus Konformismus: Konstruktion von (desaströsen) Gruppendynamiken in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur

16:15-17:00
Marijana Jeleč (Zadar): Das Kinderkollektiv als Gesellschaftskorrektiv in Helene Bukowskis Roman Milchzähne

Freitag, 22. 3. 2024

10:00-10:15
Rückblick

10:15-11:00
Marlene Zöhrer (Graz): Das Kollektiv als Kaleidoskop – multiperspektivisches Erzählen in aktuellen jugendliterarischen Texten

11:00-12:00
Roundtable-Diskussion

Programm als PDF

Kontakt: Dariya Manova

Kritische Arbeit am Kanon im transkulturellen Literaturunterricht. Am Beispiel von Kleists Verlobung in St. Domingo

Gastvortrag: Assoc.-Prof. Dr. Hajnalka Nagy (Universität Klagenfurt)

Dienstag, 12.12.2023, 18.30-20.00 / Hauptgebäude, Tiefparterre, Stiege 9, Hörsaal 5

Kulturelle Identität ist ohne Erinnern und Gedächtnis nicht möglich (vgl. J. Assmann 2005, S. 89), genauso wie auch kulturelles Gedächtnis ohne Kanon, verstanden als Ensemble von Texten, kulturellen Repräsentationen sowie kollektiven Selbst- und Weltbildern, unvorstellbar ist. Eine spezifische Funktionalisierung erfahren Kanon und kollektives Gedächtnis im 19. Jahrhundert, indem sie zum Mittel der Hervorbringung nationaler Identität und kultureller Hegemonie werden. Der Konnex von Nation, Kanon und Macht wird insbesondere am Beispiel des Deutschunterrichts offensichtlich, der explizit im Dienst der nationalen Idee stand und heute noch – etwa durch die Dominantsetzung bestimmter Autor*innen und einer national gerahmten Literaturgeschichte – natio-ethno-kulturelle Zugehörigkeitsstrukturen legitimiert.

Die herrschaftsstabilisierende Funktion von Kanon wird in der Literaturdidaktik seit Beginn der 2000er-Jahre problematisiert, wobei vor allem angesichts der Herausforderungen der postmigrantischen und postkolonialen Gesellschaft auf die Öffnung schulischer Kanons und auf eine kritische Reflexion von Kanonisierungs- und Traditionsbildungsprozessen insistiert wird. Um das bislang vorherrschende, an germano- und eurozentrische Erzählungen orientierte Konzept der literarischen Bildung neu zu justieren, greifen jedoch alternative Kanons zu kurz. Es bedarf vielmehr – wie TheoretikerInnen des pädagogischen Ansatzes des Verlernens (vgl. Castro Varela 2017) betonen – einer allgemeinen ‚Dekolonisierung‘ von Bildung, die im Deutschunterricht u.a. mit der Infragestellung jener kollektiven Deutungs- und Handlungsmuster sowie Selbst- und Weltvorstellungen einhergehen soll, die Klassiker bzw. ihre didaktischen Kommentierungen transportieren.

Ausgehend vom Konzept des Verlernens geht der Beitrag am Beispiel einer neuen Bearbeitung von Necati Öziri zu Kleists Die Verlobung in St. Domingo einerseits der Frage nach, welche Neuinterpretationen Klassiker unter postmigrantischen Bedingungen notwendigerweise erhalten, wenn sie auf aktuelle Diskurse antworten möchten. Andererseits wird gezeigt, wie dieser Bedeutungswandel kanonischer Werke und die Transformation des kulturellen Gedächtnisses auch für junge Leser*innen in einem transkulturellen Literaturunterricht reflektierbar werden kann, indem konventionelle und kontroversielle Deutungen von Klassikern in den Mittelpunkt literarischer Erinnerungsarbeit und Rassismuskritik gestellt werden.

DaF in Griechenland

Gastvortrag von Evangelia Karagiannidou

Aristoteles Universität Thessaloniki

Datum: Montag, 11.12.2023

Uhrzeit: 09:45-11:15 Uhr

Ort: Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8

Organisation: Univ.-Prof. Dr. Karen Schramm

Nach einer Einführung zum DaF-Interesse in Griechenland sowie zu den bestehenden Studiengängen und Forschungsmöglichkeiten werden die Teilnehmenden über die Ausbildungsverfahren von DaF-Lehrenden an der Abteilung für Deutsche Sprache und Philologie der Aristoteles-Universität Thessaloniki in Griechenland informiert.

Im Anschluss daran erfolgt ein praktischer Teil zum Thema: Lehr- und Lernprozesse im DaF-Unterricht. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, exemplarischen DaF-Unterricht anhand eines videographierten Microteachings zu erleben und ihre Beobachtungen zu diskutieren.

Evangelia Karagiannidou ist Assoc. Professorin für Didaktik an der Aristoteles Universität Thessaloniki, in der Abteilung für Deutsche Sprache und Philologie.

 

 

 

Werkstattgespräche: Deutschdidaktik und Ökonomiedidaktik im Dialog

23./24. November 2023 an der Universität Koblenz

Die Werkstattgespräche sind Teil des interdisziplinären und internationalen Forschungsprojekts „Dynamiken des Ökonomischen. Literatur- und mediendidaktische Erkundungen“ (Uni Koblenz, Uni Wien, KPH Wien). Ziel des Projekts ist es, in Zusammenarbeit von Literatur- und Medienwissenschaftler:innen und -didaktiker:innen sowie in Kooperation mit Ökonom:innen und Politolog:innen das spezifische Potential literarisch sowie medial verfassten ökonomischen Wissens und ökonomischer Bildung für universitäre sowie schulische Vermittlungskontexte grundlegend zu reflektieren und aufzuarbeiten. Im Fokus stehen das ökonomische Wissen von Literatur und Medien sowie die Poetizität der Ökonomie, mithin auch die Interferenzen dieser Bereiche.

Die Veranstaltung am 23./24.11.2023 widmet sich dem interdisziplinären fachdidaktischen Dialog, der hier wörtlich zu verstehen ist: Innerhalb von drei Dialogrunden kommen drei Literatur-, Sprach- und  Mediendidaktiker:innen mit drei Ökonomie-Didaktiker:innen miteinander ins Gespräch. Die Gespräche werden audiovisuell aufgezeichnet und für weitere Forschungszwecke verfügbar gemacht.

Dialogpartner:innen:

Franziska Wittau (Fachdidaktik der Sozialwissenschaften; Universität Münster) & Ulf Abraham (Literaturwissenschaft und Deutschdidaktik; HU Berlin)

Nicole Ackermann (Fachdidaktik Wirtschaft & Gesellschaft; PH Zürich) & Jürgen Struger (Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik; Universität Klagenfurt)

Anja Bonfig (Sozio-ökonomische Bildung; PH Schwäbisch Gmünd) & Lucas Alt (Literatur- und Mediendidaktik; Universität Trier)

Organisation und Moderation:

Uta Schaffers (Universität Koblenz), Sabine Zelger (KPH Wien, Universität Wien), Reinhold Hedtke (Universität Bielefeld), Dieter Merlin (Universität Wien)

Künstlerische Praxen der Vergegenwärtigung

Künstlerische Praxen der Vergegenwärtigung

62. St. Pöltner Literaturtagung
16.-17. November 2023
Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten, Niederösterreich

 

Programm unter:

Tagungsfolder

https://www.oesterreichkunde.ac.at/einzelansicht/news/62-literaturtagung/

 

Veranstalter:
Institut für Germanistik der Universität Klagenfurt, Abteilung für Fachdidaktik, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Österreichkunde

Wissenschaftliche Leitung:
Nicola Mitterer, Hajnalka Nagy (beide Universität Klagenfurt) und Dieter Merlin (Universität Wien)

Organisation und Anmeldung:
Birgit Dörfl, Institut für Österreichkunde, Hanuschgasse 3/III, A-1010 Wien
Tel./Fax: +43/1/512 79 32; E-Mail: ioek.wirtschaftsgeschichte@univie.ac.at

Gastvortrag: Prof. Dr. Maik Philipp – „Ausweitung der Lesezone – Lesedidaktische Kartierungsversuche zu wichtiger werdenden Bestandteilen kompetenten Lesens“

Liebe Kolleg:innen,

ich freue mich, zu einem spannenden und hochaktuellen Gastvortrag einladen zu dürfen, der einen kritischen Blick auf die Transformationsprozesse des Lesens in Zeiten der Digitalisierung wirft.

Referent:
Prof. Dr. Maik Philipp, Professor für Deutschdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Zürich

Thema:
„Ausweitung der Lesezone – Lesedidaktische Kartierungsversuche zu wichtiger werdenden Bestandteilen kompetenten Lesens“

Datum: Montag 06.11.2023

Uhrzeit:
18:30 – 20:00

Ort:
Hörsaal 32

Abstract:
Die Digitalisierung hat das Lesen zu transformieren begonnen, was sich nicht nur, aber doch sehr deutlich am Lesen im Internet zeigt. Das Ergebnis ist paradox: Leser:innen stehen mehr potenzielle Inhalte denn je zur Verfügung, sodass sie gut wählen sollten, was sie davon lesen. Sie haben tendenziell zu vielen Wissensangeboten Zugang, aber sie werden auch mit Desinformation und verzerrten Sichtweisen konfrontiert und müssen die Gültigkeit von epistemisch unsicheren Informationen beurteilen. Sie treffen auf unterschiedliche Dokumente, die aber erst durch eigene aufwändige Prozesse zu einem kohärenten Modell führen. Generische Verstehensprozesse, wie sie die Lesedidaktik bislang zum Gegenstand hatte, bilden für diese Spannungsverhältnisse nur die Basis. Denn viele der in Quantität und Qualität neuen Leseanlässe setzen kritisches, evaluatives, epistemisches Lesen voraus. Was ein solches Lesen in seinen Dimensionen und den nötigen Prozessen ausmacht, beginnt sich gerade erst herauszuschälen. Diese Klärung wird in Zeiten von KI nochmals virulenter. Der Vortrag widmet sich vor diesem Hintergrund folgenden Fragen: – Welche Fähigkeiten werden dem kritisch-evaluativen Lesen subsumiert und wie lassen sie sich systematisieren? – Welche Anschlussfähigkeit besteht an weitere Konstrukte der Bildung wie Higher-Order-Thinking oder intellektueller Demut? – Welche lesedidaktischen Handlungsfelder ergeben sich prioritär?

Im Anschluss an den Vortrag wird es eine Diskussion und die Möglichkeit, Fragen zu stellen, geben. Wir hoffen, viele von Ihnen bei dieser spannenden Veranstaltung begrüßen zu dürfen und freuen uns auf einen anregenden Austausch.

Mit freundlichen Grüßen,

Matthias Leichtfried