Aktuelles

Sprachliche Irritationen für das literarische Verstehen fruchtbar machen. Empirische Untersuchungen zu Kompetenzen, Strategien und Fördermöglichkeiten von Jugendlichen bei „Foregrounding“

Gastvortrag von Prof. Dr. Christel Meier, Universität Augsburg, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Montag, den 18.05.26, 18:30 – 20:00 Uhr
Hörsaal 33, Hauptgebäude

Die Sprachlichkeit von Literatur ist in jüngeren literaturdidaktischen Publikationen unter dem Schlagwort „Foregrounding“ wieder stärker in den Blick gerückt. Sprachliche Besonderheiten literarischer Texte rufen – idealerweise – bei den Rezipierenden Irritationen hervor, die zu verstärkten Interpretationsanstrengungen und einem vertieften Textverstehen führen sollten. Viele Jugendliche scheitern jedoch in diesem Prozess. Der Vortrag präsentiert quantitative und qualitative empirische Befunde zu Kompetenzfacetten und Strategien Jugendlicher der 10. Jahrgangsstufe beim Umgang mit schriftliterarischen Texten und gibt einen Ausblick auf evidenzbasierte Fördermöglichkeiten.

Romantische Extraktionen: Der Abbau von Ressourcen und die Akkumulation des Wissens in Literatur und Wissenschaft

Workshop im Rahmen des FWF-Projekts Praktiken und Poetiken der Extraktion.

Ort: Alte Kapelle (Campus der Universität Wien Spitalgasse 2, Hof 1. Eingang 2.8)

 

Donnerstag, 28. Mai 2026

09:00–10:30 Begrüßung

Caitríona Ní Dhúill: Mit Artemis auf der Jagd: Raumfahrtromantik und extraterrestrischer Extraktivismus

11:00–12:30 Timothy Attanucci: „Fairy Tales of Eternal Economic Growth“: Der Fortunatus-Säckel als Metapher extraktivistischer Vernunft um 1800

Benjamin Heller: Poetiken der Extraktion: Natur und Wissensakkumulation bei Henrich Steffens

12:30–14:00 Mittagspause

 

14:00–15:30 Peter Schnyder: Die Extraktion petrifizierter Vergangenheit: Zur Verbindung von Urzeit und Moderne im Zeichen der Kohle (1800–1900)

Stefanie Heine: Ausgemergelt: Extraktionsästhetiken bei Annette von Droste-Hülshoff

16:00–17:30 Sabrina Huber: Die Öffnung der Erde: Lesbarkeit, Begehren und Zugriff in der Romantik

Philipp Sperner: Philologie unter Tage: Epistemische Infrastrukturen kolonialer Extraktion

 

Freitag, 29. Mai 2026

09:00–10:30 Cédric Weidmann: Ancestralität und Enrichissement: Die Logistik der romantischen Extraktion

Vera Thomann: Extraktion und Abstraktion: Zur tragischen Struktur in Hans Werckmeisters Algol

11:00–12:30 Elisabeth Ansel: Extraktivistische Ästhetiken: Mensch, Natur und Klima in illustrierten Reiseführern und epistemischen Bildern der Romantik

Isabella Maria Engberg: Organic Extraction, Romantic Sensibilities, Ecological Awareness: Uneasy Tensions in Ernst Haeckel’s Indische Reisebriefe (1882) and earlier German travel accounts

12:30–14:00 Mittagspause

 

14:00–15:30 Anna Seidel: Glückauf! Romantische Bergwerke in polnischen und sowjetischen Industrieromanen

Oliver Völker: „Laß uns von Erdöl sprechen“: Ressourcen und die Reste der Romantik in Poschmanns Nimbus

16:00–17:00 Abschlussdiskussion

 

 

Organisation und Kontakt: Philipp Sperner

Download Programm als PDF (web)

 

 

Workshop „Rassismuskritisches Forschen“

7.–8. Mai 2026 | Universität Wien | Präsenz

 

Der Workshop findet am 7. und 8. Mai 2026 als Präsenzveranstaltung an der Universität Wien statt und richtet sich an Masterand*innen und Doktorand*innen . Im Zentrum stehen rassismuskritische Perspektiven als erkenntnispolitische Querschnittsdimension wissenschaftlicher Forschung sowie die gemeinsame Reflexion laufender Master- und Dissertationsprojekte.

Ergänzend findet am 7. Mai 2026 um 19:00 Uhr eine öffentliche Buchvorstellung („Migrationspädagogik – Grundlagen, Zusammenhänge, Perspektiven“) im Hybridformat statt (vor Ort im Hauptgebäude – Hörsaal 1, Hauptgebäude der Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien sowie online).

 

Gastdozent:innen

Paul Mecheril (Universität Bielefeld)

https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/arbeitsbereiche/abteilung-allgemeine-erziehungswissenschaft/mecheril/

María do Mar Castro Varela (Alice Salomon Hochschule Berlin)

https://www.ash-berlin.eu/hochschule/lehrende/professor-innen/prof-dr-maria-do-mar-castro-varela/

Claus Melter (Hochschule Bielefeld)

https://www.hsbi.de/personenverzeichnis/claus-melter/

Saphira Shure (Universität Bielefeld)

https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/personen/shure/

 

Programm und Räume

 

Donnerstag, 7. Mai 2026

13:15–14:45 Uhr
Diskussionsveranstaltung:
Rassismuskritisches Forschen als Querschnittsperspektive – Anschlüsse an Sprache, Kultur und Gesellschaft
Ort: Besprechungsraum 341 / Seminarraum 4, Porzellangasse 4, Stiege 2, 4. Stock
(zuvor: Gerda-Lerner-Saal HS 41, Hauptgebäude, 1. Stock, Stiege 8)

15:00–16:30 Uhr
Parallelworkshops – Phase 1

Workshop A (Paul Mecheril):
Zugehörigkeit, Machtverhältnisse und Positionierung im Forschungsprozess
Ort: Besprechungsraum 404, Porzellangasse 4, Stiege 2, 4. Stock
(zuvor: Seminarraum I, Germanistik, Hauptgebäude)

Workshop B (María do Mar Castro Varela):
Sprache, Diskurs und epistemische Gewalt in wissenschaftlicher Wissensproduktion
Ort: Besprechungsraum 436, Porzellangasse 4, Stiege 2, 4. Stock
(zuvor: Hörsaal 34, Hauptgebäude)

 

Öffentliche Abendveranstaltung (hybrid)

Buchvorstellung:
Migrationspädagogik – Grundlagen, Zusammenhänge, Perspektiven

7. Mai 2026, 19:00 Uhr
Hörsaal 1, Hauptgebäude der Universität Wien
Universitätsring 1, 1010 Wien
Online-Teilnahme möglich

Bei der Migrationspädagogik handelt es sich um einen macht- und gesellschaftstheoretischen pädagogischen Ansatz, der in den letzten Jahren in verschiedene akademische Felder und in die Bildungspraxis Eingang gefunden hat. Im Rahmen der Abendveranstaltung wird vom Autor:innenteam die dritte und vollständig überarbeitete Fassung des Buches vorgestellt.

Autor:innen:
Paul Mecheril (Universität Bielefeld)
María do Mar Castro Varela (Alice Salomon Hochschule Berlin)
İnci Dirim (Universität Wien)
Claus Melter (Hochschule Bielefeld)
Saphira Shure (Universität Bielefeld)

Einführung: Hannes Schweiger
Moderation: Aleksandra Brill

Nach der Buchvorstellung und -diskussion lassen wir den Abend bei Wein und Wasser ausklingen.

 

Freitag, 8. Mai 2026

09:45–11:15 Uhr
Parallelworkshops – Phase 2

Workshop C (Claus Melter):
Institutionelle Kommunikation, professionelle Diskurse und Rassismuskritik
Ort: Besprechungsraum 404, Porzellangasse 4, Stiege 2, 4. Stock

Workshop D (Saphira Shure):
Begriffe, Benennungen und Sprache im Forschungsprozess
Ort: Besprechungsraum 436, Porzellangasse 4, Stiege 2, 4. Stock

 

Teilnahme und Anmeldung

Die aktive Teilnahme an den Parallelworkshops steht allen Fellows der Sektion Sprache – Kultur – Gesellschaft offen.

Für die aktive Teilnahme ist im Vorfeld einzureichen:
– eine kurze Projektskizze (max. 300 Wörter)
– eine zentrale Forschungs-, Begriffs- oder Reflexionsfrage

Die Einreichung dient der inhaltlichen Vorbereitung und erfolgt ohne Leistungsbewertung.

Anmeldung (Workshop & Buchvorstellung):
bis 30. April 2026 unter alice.hovannesian@univie.ac.at

 

Linguizismus als Form struktureller Diskriminierung – Konzeptionalisierung, Operationalisierung und intersektionale empirische Analysen

Gastvortrag von Prof. Dr. Marion Döll
Universität Flensburg, Deutschland

https://www.uni-flensburg.de/daf-daz/wer-wir-sind/personen/doell-marion-prof-dr

Datum: Mittwoch, 27.05.2026
Uhrzeit: 15:00 – 16:30 Uhr
Ort: Hörsaal 21, Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 8
Organisation: Univ.-Prof. Dr. İnci Dirim

Rassismuskritische Professionalisierung

Gastvortrag von Prof. Dr. Nicolle Pfaff
Universität Duisburg-Essen, Deutschland

https://www.uni-due.de/biwi/migrations-ungleichheitsforschung/pfaff.shtml)

Datum: Montag, 20.04.2026
Uhrzeit: 18:30 – 20:00 Uhr
Ort: Seminarraum 1 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3
Organisation: Univ.-Prof. Dr. İnci Dirim

Anmeldung: Bis 10.04.2026 bei Alice Hovannesian (alice.hovannesian@univie.ac.at)

Buchvorstellung: „Migrationspädagogik – Grundlagen, Zusammenhänge, Perspektiven“

Datum: Donnerstag, 07.05.2026
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ort: Hörsaal 1, Hauptgebäude der Universität Wien

Bei der „Migrationspädagogik“ handelt es sich um einen macht- und gesellschaftstheoretischen pädagogischen Ansatz, der in den letzten Jahren in verschiedene akademische Felder und in die Bildungspraxis Eingang fand. Im Rahmen der Abendveranstaltung wird vom Autor*innenteam die dritte und vollständig überarbeitete Fassung des Buches vorgestellt.

Autor*innen:

Prof. Dr. Paul Mecheril (Universität Bielefeld)
Prof. Dr. María do Mar Castro Varela (Alice Salomon Hochschule Berlin)
Univ.-Prof. Dr. İnci Dirim (Universität Wien)
Prof. Dr. Claus Melter (Hochschule Bielefeld)
Prof. Dr. Saphira Shure (Universität Bielefeld)

Einführung: Assoz. Prof. Mag. Dr. Hannes Schweiger
Moderation: Aleksandra Brill

Nach der Buchvorstellung und -diskussion lassen wir den Abend bei Wein und Wasser ausklingen.
Die Autor*innen freuen sich darauf, im Rahmen der hybriden Abendveranstaltung gemeinsam die Neufassung des Buches vorzustellen und laden alle Interessierten herzlich dazu ein!

Anmeldung: Bis 30.04.2026 bei Alice Hovannesian (alice.hovannesian@univie.ac.at)

Migration und Bildung – Schulautonome Sprachförderung mit Schwerpunkt Deutsch als Zweitsprache

Veranstaltungsreihe SoSe 2026

Konzept: PH Wien (Rektorin Barbara Herzog-Punzenberger) & Universität Wien (Univ. Prof.in Dr.in İnci Dirim)
Ort der Veranstaltungen: Pädagogische Hochschule Wien
Organisation: HS-Prof. Dr. Rainer Hawlik (rainer.hawlik@phwien.ac.at)

Link: https://phwien.ac.at/infos_termine/migration-und-bildung-2026/

 

1) Eröffnungsveranstaltung im März

Vortragende: Univ.-Prof.in Dr. in Yasemin Karakaşoğlu (Universität Bremen)
Thema: „Die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis im Bereich Migration und Bildung am Beispiel Bremen“
Termin: 27.03.26, 10:00 – 12:00 Uhr
Ort: Festsaal (4.0.004), Haus 4, PH Wien

 

2) DaZ-Fördermodelle im Spiegel der Wissenschaft

Vortragende: Prof. in Dr. in Heidi Rösch em. (PH Karlsruhe)
Thema: „Unterschiedliche DaZ-Fördermodelle im Spiegel der Wissenschaft“
Termin: 23.04.26, 15:00 – 17:00 Uhr,
Ort: Hedy Lamarr-Saal (1.0.020), Haus 1, PH Wien                                                                                                                                          Link zur Veranstaltung (ph-online)

 

3) DaZ-Fördermodelle und ihre Implementierung

Vortragender: Stefan Paffrath (Lehrer, Berlin)
Thema: „Sprachbildung wirksam implementieren: Erfolgsfaktoren sprachbildender Schulentwicklung“ (Vortrag und Kleingruppenarbeit)
Termin: 28.05.26,13.30 – 17.00 Uhr,
Ort: Stufenhörsaal (1.0.019), Haus 1, PH Wien

Vortragende: Univ.-Prof.in Dr. in Beate Lütke (Humboldt Universität Berlin)
Thema: „DaZ-Fördermodelle für die Beschulung neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher“ (Vortrag und Kleingruppenarbeit)
Termin: 29.05.26,13.30 – 17.00 Uhr,
Ort: Stufenhörsaal (1.0.019), Haus 1, PH Wien

 

4) Durchgängige Sprachbildung nach FörMig und Resümee

Vortragender: Dr. Thomas Quehl (Lehrer, London)
Thema: „Durchgängige Sprachbildung nach FörMig. Zur Umsetzung am Beispiel des Sachunterrichts“
Termin: 10.06.26, 13.30 – 15.00 Uhr
Ort: Festsaal (4.0.004), Haus 4, PH Wien                                                                                                                                                      Link zur Veranstaltung (ph-online)

Vortragender: Dr. Thomas Quehl (Lehrer, London)
Thema: „Durchgängige Sprachbildung nach FörMig. Informationen für Schulleitungen“
Termin: 10.06.26, 15.30 – 17.00 Uhr
Ort: Festsaal (4.0.004), Haus 4, PH Wien

Vortragende: Rektorin Barbara Herzog-Punzenberger (PH Wien) & Univ.-Prof.in Dr.in İnci Dirim (Universität Wien)
Thema: „Resümee – Diskussion und Reflexion der Anregungen aus den Vorträgen“ (Abschlussveranstaltung)
Termin: 18.06.26, 18.00 – 20.00 Uhr
Ort: Festsaal (4.0.004), Haus 4, PH Wien

Kreatives Schreiben zu Bildern – Sprachlich-ästhetisches Lernen durch Kunst im Zusammenspiel von DaF-Unterricht und Lernort Museum

Gastvortrag von Prof. Dr. Heike Roll
Universität Duisburg-Essen, Deutschland

Datum: Freitag, 15.05.2026
Uhrzeit: 18:30 – 20:00 Uhr
Ort: Seminarraum 1 Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 9 Hof 3
Organisation: Univ.-Prof. Dr. Karen Schramm

Die Auseinandersetzung mit Werken der bildenden Kunst regt eine ganzheitliche, multimodale Form der sprachlichen Bildung an, die auf dem Wechselspiel von sinnlicher Wahrnehmung, sprachlichem Ausdruck und kooperativem Lernen beruht. Ein besonderes Potential des ästhetischen Lernens besteht darin, verschiedene Sinne zu aktivieren und eine inhaltsorientierte, authentische Kommunikation über das Kunstwerk in den sprachlichen Lernprozess einzubinden. Der Mehrwert eines solchen inhalts- und sprachintegrierten Lernens (CLIL-Ansatz) gilt als belegt. Insbesondere die Verbindung von literarischen Texten, Bildern und kreativen Schreibformen bietet Ansätze, um die Vielschichtigkeit und Mehrdeutigkeit von Sprache(n) zu erschließen. Der Vortrag stellt exemplarisch Konzepte, Szenarien und Lehr-Lernmaterialien vor, die im Rahmen eines kollaborativen Entwicklungsdesigns (museale Kunstvermittlung im Museum Folkwang, Essen und im Kunsthistorischen Museum, Wien, universitäre Sprachdidaktik und schulische Lehrkräfte) entwickelt wurden und sprachlich-künstlerische Lernprozesse im Unterricht und im Museum anregen.                                                                                                                                Roll, H. (2023). Mit.Sprache am Lernort Kunstmuseum. In S. Dengscherz, H. Schweiger, S. Reitbrecht, & B. Sorger (Hrsg.). Kulturreflexiv, ästhetisch, diskursiv. Band 2, IDT 2022: *mit.sprache.teil.haben. Erich Schmidt Verlag. https://doi.org/10.37307/b.978-3-503-21104-3

Prof. Dr. Heike Roll ist seit 2012  Professorin für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache am Institut für DaZ/DaF an der Universität Duisburg-Essen. Ihre Schwerpunkte in Lehre und Forschung liegen in den Bereichen Sprachbildung im Fach, Literalität in Deutsch als Zweitsprache (Fokus Schreib- und Textkompetenz) sowie ästhetisch-kulturelles Lernen am außerschulischen Lernort Museum.

Kritisch-reflexiver Umgang mit ›Kultur‹ in qualitativ-empirischen Arbeiten

Workshop für Doktorand:innen der DocSchool PhilKult

Gastdozentin: Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu (Universität Bremen) – mit Vorstellung ihrer aktuellen Studie zur kulturellen Bildung in Migrant*innenorganisationen in Deutschland.

https://www.uni-bremen.de/fb12/arbeitsbereiche/abteilung-a-allgemeine-erziehungswissenschaft/interkulturelle-bildung/team/prof-dr-phil-yasemin-karakasoglu

Datum: Donnerstag, 26.03.2026
Uhrzeit: 15:15 – 18:15 Uhr
Ort: Wird zeitnah bekannt gegeben.
Organisation: Univ.-Prof. Dr. İnci Dirim und Defne Taner, B.A. M.A. (Sektion Sprachliches, literarisches und kulturelles Lernen)

In diesem Workshop setzen wir uns mit dem Konzept ›Kultur‹ kritisch und reflexiv auseinander: Wie wird ›Kultur‹ in empirischen Studien operationalisiert? Welche methodischen und theoretischen Haltungen sind nötig, um Kultur im Kontext migrationserfahrener Gruppen sensibel und differenziert zu erfassen? Anhand der vorgestellten Studie „Bildungsinitiativen BIKuMiG – Bildungsinitiativen für den Erhalt und Transfer von Kulturkapital in der Migrationsgesellschaft von Frau Prof. Karakaşoğlu diskutieren wir unterschiedliche Zugänge zu Kultur, erarbeiten Reflexionsdimensionen und entwickeln Kriterien für einen verantwortungsvollen Umgang mit kulturellen Kategorien in der Forschung.

Der Workshop richtet sich an Sie, wenn
• Sie in Ihrer Dissertation mit kulturellen Aspekten umgehen,
• Sie methodisch-theoretische Sensibilität im Umgang mit Mehrsprachigkeit, Migration oder
kultureller Diversität weiterentwickeln möchten
• Sie sich mit der Bedeutung und Wirkung des Kulturbegriffs in der qualitativen Forschung kritisch
auseinandersetzen wollen

Wir freuen uns auf eine engagierte und kritische Diskussion und darauf, gemeinsam einen Reflexionsraum für kulturelle Differenz und soziale Teilhabe zu gestalten.

Anmeldung bitte bis zum 10.3.2026 bei Alice Hovannesian (alice.hovannesian@univie.ac.at)

Sprechen über Literatur im kommunikativen DaF/DaZ-Unterricht

Gastvortrag von Prof. Dr. Ewout van der Knaap
Universität Utrecht, Niederlande

Datum: Montag, 23.03.2026
Uhrzeit: 9:45 – 11:15 Uhr
Ort: Seminarraum 31, Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Organisation: Univ.-Prof. Dr. Karen Schramm

Es besteht Konsens darüber, dass literarische Texte Quellen sein können für ästhetische, moralische und geistige Bildung, und als Grundlage für sprachliches Handeln geeignet sind. Im kommunikativen Sprachenunterricht bieten literarische Texte unterschiedlichen Typus und unterschiedlichster Komplexität Möglichkeiten für rezeptive und produktive Zwecke. Über Handlungsstränge, Perspektiven und Figuren lässt sich viel erzählen. Wie geht man das an und wie stärkt man den Unterricht inhaltlich und sprachlich? Im aktivierenden Vortrag soll aufgezeigt werden, wie die Integration von Literatur und Sprechfertigkeit aussehen kann, und welche Kriterien und Kompetenzmodelle eine Rolle spielen.

Prof. Dr. Ewout van der Knaap ist an der Universität Utrecht Lehrstuhlinhaber für deutschsprachige Literatur und Kultur, und erforscht Erinnerungskulturen, Gegenwartsliteratur und Literaturdidaktik. Er veröffentlichte u.a. über Ilse Aichinger, Paul Celan, Lion Feuchtwanger, Robert Menasse und Robert Musil. Er ist Autor des Buches „Literaturdidaktik im Sprachenunterricht“ (UTB, 2023). Derzeit schreibt er ein Buch über den bilingualen Dichter Kito Lorenc und bereitet er ein Themenheft für Fremdsprache Deutsch vor. Er wurde ausgezeichnet mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst sowie mit dem Bundesverdienstkreuz.